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Romanische Kirchen
portale des nördlichen Seitenschiffes eine verfallene offene Vorhalle inreichem und zierlichem Stil. (Puttrich, Denkm. I. Serie Wechselbarg.Bl. 2—13.)
Wclbslebeil bei Quedlinburg. Krypta mit achteckigen Pfeilern undGratgewölben unter dem gothischen Chor der im Ucbrigen neuen Kirche.
tfip|trccbtshaHS(‘ll hei Nordheim. Die Cisterzienser-Nonnenkirche imUebergangsstil, eine aus drei in Apsiden endenden Schiffen von gleicherLänge bestehende, in Doppeljochen überwölbte Basilika mit wechselnden,unter sich durch Blendbögen verbundenen Pfeilern und verschieden gebil-deten Säulen als Zwischenstützen. Im Westen eine Nonnonempore , diesich über den von viereckigen Treppenth firmen flankirtcn Paradiesvorbau.ausclehnt. (Hase, Baudenkm. Heft 6. Sp. 183 —190 und Taf. 47 f.)
Wimmelburg bei Eisleben. Ruine der Klosterkirche, mit fünf östlichenApsiden, ähnlich wie Paulinzelle (s. d.), gestiftet 1121. (Lotz 1, 63(1.)
fllllistoi'f unweit Hannover. Die Stiftskirche, eine überwölbte spät-romanische Basilika, in welcher je zwei Säulen mit kreuzförmigen Pfeilernwechseln. Der breite rechteckige Sattelthurm enthielt eine bis ins Lang-haus vortretendo Nonnenempore. Am Chor und an den KreuzvorlagenApsiden. Nur die Gratgewölbe der Vierung und des südlichen Kreuzarmessind noch die ursprünglichen ; im Chor und Mittelschiff stammen die Gurt-gewölbe aus der Uebergangsperiode (1284), im nördlichen Kreuzarm undSeitenschiff sind sie gothisch, und das südliche Seitenschiff ist hei der Re-stauration neu erbaut. Das Ornament der Säulen und Pfeiler meist ge-schmacklos. (Hase, Baudenkm. lieft 6. Sp. 105—170 und Taf. 41 — 44.)
Zeigcrlirim hei Saall'cld. Landkirche J ) im Uebergangsstil, mit einemThurm, dessen Erdgeschoss den Durchgang aus dem Schiffe in den schmä-leren, gerade geschlossenen Chor bildet.
Zeitz. Die dreischiffige Krypta unter der Schlosskirche (dem ehemal.Dom), deren durch Gurtbögen verbundene Würfelknauf Säulen Basen ohneEckblatt, aber keine Deckplatten haben ; schwerlich von dem 974 voll-endeten Bau herrührend. (Puttrich, Denkm. II. Serie Wittenberg. Bl. 2.)In der spätgoth. Kirche bemerkt man noch die roman. Giebel wand des süd-lichen Kreuzarmes mit zwei kleinen llundbogenfenstern.
Anmerkung. Einzelne Theile, Ornamente, Trümmer etc. roma-nischen und Uebergangsstils finden sich noch in vielen thüringischen undsächsischen Kirchen ; wir nennen nur :
Alsleben bei Bernburg, Alt-Penig bei Chemnitz, Bibra beiNaumburg, Brehna bei Halle, Eisenberg unweit Weimar, im Palaisdes Gr. Gartens zu Dresden Details aus Göda bei Bautzen, Er i es auhei Schleitz, Hilwartshausen bei Münden, Hohenlohe hei Chem-nitz, Klein-Otterslehen bei Magdeburg, Stadtkirche zu Kranich-feld bei Erfurt, Lieh tenhain bei Jena, Nicolaikirche zu L e ipzig,Marienborn im Magdeburgischen, Neuenhofen bei Neustadt a. 0.,Obernitz bei Saalfeld, Oldendorf bei Lauenstein, die Wasser-kapclle und die Apotheke in Saalfeld, die Kirchen St. Huden und
I) Vergl. oben S. 420 Nota 1.