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1 (1868)
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Romanische Kirchen

Baukunst am Rhein. 1846 etc. — Fitssli, W., Zürich u. die wichtigstenStädte am Rhein mit Bezug auf alte und neue Werke der Architektur, Sculpturu. Malerei. 2. Aufl. 1840. — (Henry, A.) Bauwerke am Rhein. Heft 1(Schwarzrheindorf u. Kreuzgang am Münster zu Bonn). 1846. — Denkmäleraus Kassau. Herausgegeb. von dem Verein für nassauische Alterthumskunde.Heft 1—3. 1852—1862. — Quast, Ferd. v., Die roman. Dome des Mittel-rheins zu Mainz, Speier, Worms. 1853. — Kugler, Fz., Rheinreise, in Kl.Sehr. 2, 1 14 —123. 182—220; 722—740.— Prisac, Sieben alte Landkirchenin dem ehemal. Erzstifte Cöln, im Dombl. 1854. No. 108. — Mooren, J.,u. Schneider, J., Ueber einige christl. Denkmäler am Niederrhein, in denAnnalen des histor. Vereins für den Niederrhein. Jahrg. 1856. S. 38—62. —Riehl, W. H., Kunstdenkmäler der Pfalz, in der Augsb. Allgem. Ztg. 1857.Beil, zu No. 1—3. — Bulletin de la sociötö pour la Conservation des moiiu-ments historiques d’Alsace. 1S57 etc. — Back, F., Die ältesten Kirchen imLande zwischen Rhein, Mosel u. Nahe. Thl. 1. 1860.

Vorbemerkung,

80. Die Lande am Rhein erscheinen als die Wiege der christlichenBaukunst in Deutschland: zunächst wegen des hier stattgefundenenunmittelbaren Einflusses der römischen Kunst auf die christliche (inTrier und Cöln; oben S. 281 Anmerk.), dann nach den Stürmen derVölkerwanderung wegen der hier durch Carl den Grossen erneutenKunstthätigkeit (in Aachen; §. 62 S. 283), endlich wegen der Machtund des Beichthumes des erzbischöflichen Stuhles von Cöln, als Be-dingung einer Baudichtigkeit, wie sie gleichzeitig in keiner anderenGegend von Deutschland möglich war. Die geringen Ueberreste ältesterZeit zeugen davon, dass eine Bauweise beliebt war, welche sich in derDecoration der Mauern durch verschieden gefärbte, aus Bruchsteinund Ziegeln (später aus rothem Sandstein und Tuff) bestehende Wech-selschichten und dadurch hervorgebrachte, oft seltsam gestaltete Muster,sowie in grossen Blendarkaden (oben S. 303 Fig. 149) als Schmuckdes Aeussern gefiel, wovon sich die Spuren (in Cöln, Trier, Pfalzelund Bonn) bis in das XI. Jahrhundert hinab verfolgen lassen. ') Fernermacht sich, ohne Zweifel wohl als Nachwirkung von Aachen, eine be-sondere Vorliebe für den Centralbau bis zum Schlüsse der romanischenBauperiode geltend in den häufig über Vierung und Chor der Kirchenangeordneten Kuppelgewölben und Mittel thürmen, sowie in dem eigen-thümlichen Schluss der Kreuzvorlagen durch einen Halbkreis an ihrenFrontseiten, wodurch der Grundriss der Ostpartie der Kirchen klee-blattförmig erscheint; vergl. S. 46 Fig. 18. 1 2 ) Die ganze Construction

1) Ueber die Technik s. oben S. 32.

2) Roisin, Ferd. de, Die sogen, römischen Bäder zu Trier als Vorbild derChor- u. Kreuzconchenanlage der K. St. Marien im Capitol zu Cöln (abgedr. aus denMittheil, des christl. archäolog.-hist. Vereins für die Diözese Trier). 1856. —■ Vergl.v. Quast, in der Zeitsehr. für christl. Archäol. u Kunst. 1, 92 — 36.