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Taufkessel.
Aus dem XIV. Jahrhundert, meist nur handwerksmässige Arbeitender Grapengiesser : im Dome zu Mainz l ) 1328, gegossen von Johannes;in der Marienkirche zu Lübeck 1337, von Hans Apengheter; in derNicolaikirche zu Kiel 2 ) 1340, von demselben; in der Kirche zu Witten-burg 1 342, von Meister Wilkinus ; in den Marienkirchen zu Colberg 1355und zu Parchim (von Meister Hermann) 1365; in der Ulrichskirche zuSangerhausen 1369, von »erbeit der lieyse endner vn. hevne bechern ; in derMarienkirche zu Frankfurt a. O. 137 6 von Meister Arnold (ein ursprün-lich auf den Evangelistenzeichen ruhendes Zwölfeck von sechs langen undsechs kurzen Seiten mit pyramidalem, 12 F. hohem Deckel und vielenbiblischen Reliefs); in der Nicolaikirche zu Elbing 1387, von MeisterBernhuser (achteckig, auf acht liegenden Löwen ruhend, reich architek-
tonisch gebildet, mit Proj)hetenfiguren rings um den Fuss und biblischenReliefs am Becken) ; in der Blasiuskirche zu Münden 3 ) 1392, von MeisterNicolaus von Stettin (Träger des mit vielen Heiligenfiguren unter Wim-bergen geschmückten Beckens sind vier auf fliegenden Drachen sitzendeMänner über vier liegenden Löwen). Nicht datirt, aber dem Stile und denBuchstaben der Inschriften nach aus dem XIV. Jahrh. sind ein Taufkesselaus der Liebfrauenkirche zu Halberstadt im Dome daselbst (cylindrisch,nach unten verjüngt mit Reliefs aus dem Jugendalter Christi), der glocken-
1) Abbild, bei Möller a. a. 0. Taf. 13.
2) Abbild, bei St atz und Ungewitter, Gotb. Musterbuch Taf. 195 u. 199Hg. 1—5 ! vgl. Nitzsch, C. W., das Taufbecken in der Kieler Nieolaik. 1857.
3) Abbild, bei Statz und Ungewitter a. a. O. Taf. 196 u. 199 Fig. 6—9.
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Fig. 01. Taufkessel zu Angermünde (nach Lüsener).