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1 (1868)
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Altarleuchter.

Von romanischen Altarleuchtern (wie die Akoluthenleuchter oftnoch paarweise erhalten: S. 119) finden sich (unter mehreren anderen) viel-leicht die beiden grössesten, von 2 1 /» F. Höhe, im Bischöfl. Museum zuMünster *), der kleinste (eine rohe Thiergestalt, die den Lichtteller aufihrem Rücken trägt) mit mehreren anderen im National-Museum zu Mün-chen. 2 ) — Die ältesten Exemplare würden die beiden sogen. Thassilo-leuchter in Kremsmünster 3 ) sein, wenn deren Alter (VIII. Jahrh.) nichtbezweifelt wiird^. — Ausserdem nennen wir nach den vorliegenden Ab-bildungen die Leuchter in der Magdalenenkirche zu Hildesheim (verfertigtauf Geheiss Bischofs Bernward (-\ 1022) von einem seiner Schüler) 4 5 6 ), inder Stiftskirche zu Fritzlar “), in Klosterau am Inn G ), in der Jacobskirchezu Stendal 7 ), aus der Stiftskirche zu Wissel im Bischöfl. Museum zuMünster 8 9 j , zwei verschiedene im Jahre 1S52 auf der mittelalterl. Aus-stellung zu Crefeld befindlich gewesene a ) und zwei ebenfalls verschiedeneaus deutschen Kirchen stammende Leuchter in Frankreich. 10 11 ) — Ange-führt werden endlich noch romanische Leuchter von Jakob (Kunst imDienste der Kirche S. 91) in St. Afra zu Seligenthal bei Landshut, imSchatze von St. Emmeram zu Regensburg (beschrieben von Bock undJakob, die mittelalterl. Kunst etc. S. 72); von Sighart (Gesch. derbild. Künste in Bayern 1, 193) in der Kapelle des Klosters Scheyern,im Museum zu Freising, in St. Moritz zu Augsburg; von Laib undSchwarz (Studien etc. S. 03) in der Stiftskirche zu Comburg und imMünster zu Ueberlingen; von Giefers (Prakt. Erfahrungen, die Erhal-tung etc. der Kirchen betr. S. 67) drei kleine, kaum 4 Z. hohe im Domezu Minden ; von Springer (a. a. O. S. 314) in der Gangolfskirche zuBamberg, ein Leuchterfuss in Güttweih und in Chur; im Catalog desErzbischof!. Museums zu Cöln unter No. 59 u. 270. Für die schönstenund grossartigsten Lichtträger in Deutschland erklärt Bock (das heil.Köln. St. Columba S. 15) zwei grosse spätroman. Standleuchter im Domezu Bamberg. — Gothische Altarleuchter gewöhnlicher Art sind fast überallhäufig, wir beschränken uns daher auf Erwähnung der grossen Chor-oder Sanctusleuchter, wie dergleichen paarweise vor dem Altar aufgestelltzu werden pflegten und sich z. B. in St. Columba zu Cöln n ; (7 F. hoch;,und (nach Bock a. a. O. S. 15) auch in den Domen von Xanten, Münsterund Braunschweig, ein Paar frühgothische auch in der Magdalenenkirchezu Hildesheim erhalten haben. Als abweichend von der gewöhnlichen

1) Vgl. Lübke a. a. 0. S. 421.

2) Vgl. Mittheil, der k. k. Centraleommission etc. (1861) 6, Il.'i.

3) Abbild, ebd. (1S50) 4, 44; vgl. Springer ebd. (1800) 5, 310.

4) Abbild, bei Kratz a. a. O. Taf. 4. Fig. 2.

5) Abbild, bei Statz u. Ungewitter a. a. O. Taf. 203, 1—5, u. ein andererin den Mittheil, der k. k. Centralcommission etc. (1800) 5, 314. Fig. 0.

6) Abbild, bei Sighart, ,T., die mittelalterl. Kunst in der Erzdiöeese München-Frexsing Taf. VII; vgl. S. 209 über einen anderen daselbst befindlichen Leuchter.

7) . Abbild, bei Adler, F., Mittelalterl. Backsteinbauwerke etc. Heft IV. S. 04.

8) Abbild, bei aus’m Weerth a. a. O. Taf. X. 8.

9) Abbild, im Organ für christl. Kunst 1853. Artist. Beilage zu No. 7.

10) Abbild, in Didron, Annales archeol. IS, 101 und in den Mittheil, der k. k.Centralcommission a. a. O. S. 313. Fig. 3. u. 4.

11) Abbild, bei Bock, das heil. Köln Taf. XXI. 81.