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1 (1868)
Entstehung
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Ivrypta.

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dem christlichen Zeitgeiste nicht mehr entsprachen, 'j Die Cisterzienser, inihrer Abneigung gegen alles Entbehrliche, scheinen zuerst die Erbauungvon Krypten aufgegeben zu haben.

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Fig. 12. Krypta unter dem Dom Fig. 13. Krypta zu Jerichow (nach v. Minutoli).

zu Merseburg. *)

*) Vcrgl. den Grundriss der oberen Kirche S.35.

Die Krypta liegt unter dem erhöhten Chorraum 1 2 ), je nach örtlichenVerhältnissen mehr oder weniger tief in der Erde; die ebenerdige Lage inder Stiftskirche zu Quedlinburg ist eine Ausnahme und hatte die bedeutendeErhöhung des Chores (s. oben S. 39) zur nothwendigen Folge. Die Be-leuchtung der tief gelegenen Krypten, die oft nur ein kleines Fenster in derApsis haben, ist spärlich; jedoch empfing die Krypta unter der Klosterkirchezu Hersfeld durch 25 kleine Fenster reichliches Licht, und auch die sichzugleich unter dem Querhause erstreckende weiträumige Krypta des Domeszu Speier hatte ursprünglich 18 Fenster. Der Zugang zur Krypta pflegt inder Mitte der auf den Chor führenden beiden Treppen, oder wenn nur eineTreppe quer über die ganze Breite der Kirche auf den Chor führt, in denKreuzarmen oder Seitenschiffen angebracht zu sein. Die Decke ist stetsgewölbt, und die Wölbung wird von zwei Reihen Säulen oder Pfeiler ge-tragen , die das Innere in drei Schiffe von gleicher Breite theilen; dieKrypta unter der Klosterkirche zu Jerichow indess hat nur eine mittlereSäulenreihe, und ist daher zweischifiig. Als häufig wiederkehrende Ein-richtung kann die Anordnung einer rings an den Wänden umlaufenden,stufenartigen Steinbank angeführt werden.

Seit dem XIII. Jahrh. wurden Krypten nicht mehr angelegt, kommen

1) Man pflegt dafür folgende Stelle des jüngeren Titurel Str. 84 (a. a. O. S. 374)anzufilhren:

» Ob da war iht gruffte?

Nein , Ilerre Gott , enwelle,

Dass unter erden schlttffleReine diet sieh jemer falsch geselle,

Als etswenn in grufften sich gesammet.

Man sott an lichter weite

Christen-glauben künden und Christus-amynet.it

2) Die Anlage einer Krypta an anderer Stelle der Kirche , z. B. in St. Caeciliazu Cöln und im Dome zu Krakau am Westende, ist seltene Ausnahme, und die An-ordnung zweier Krypten findet sich häufig in den doppelcliörigen Kirchen; vergl.Anmerkung 3.