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2 (1893)
Entstehung
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Das zwanzigste Jahrhundert.

Modernität", derFortschritt" und dieWahrheit" dieserBursche'sind nicht die unsrigen. Wir haben nichts mit ihnengemein. Sie wollen Schwelgerei, wir wollen Arbeit. Siewollen das Bewußtsein im Unbewußten ersäufen, wir wollendas Bewußtsein stärken und bereichern. Sie wollen Gedanken-siucht und Faselei, wir wollen Aufmerksamkeit, Beobachtungund Erkenntniß. Daran mag Jeder die echten Modernen er-kennen und von den Schwindlern, die sich Moderne nennen,sicher unterscheiden: wer ihm Zuchtlosigkeit predigt, der ist einFeind des Forschrittes, und wer sein Ich anbetet, der ist einFeind der Gesellschaft. Diese hat Nächstenliebe und Opfer-fähigkeit zur ersten Voraussetzung ^ und der Fortschritt ist dieWirkung immer härterer Bezwingung des Thiers im Menschen,immer strafferer Selbstzügelung, immer seinem Pflicht- undVerantwortlichkeitsgefühls. Die Emanzipation, für die wirwirken, ist die des Urtheils, nicht die der Begierden. Um esmit einem tiefdröhnenden Worte der Schrift zu sagen (Matth.5, 17):Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, dasGesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen,aufzulösen, sondern zu erfüllen."

Ende.