Druckschrift 
2 (1893)
Entstehung
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429
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II. Diejungdeutschen" Nachäffer.

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Zuschauer auf ihren Plätzen blieben."Unaufhörlich, die ganzeNacht, flockte der Schnee. In dicken Ballen (!) legte er sichauf die nackten Zweige der Bäume, die zu brechen drohten inwinterlicher Kraftlosigkeit. Die Tannen und niederen Büschewaren mit einem dichten Schneemantel umkleidet. An dem umdie Rosenstöcke gewundenen Stroh klebte der Schnee und formtedaraus seltsame Gestalten, lagerte fußhoch auf den Mauernund umhüllte fein die Spitzen der eisernen Gitter. Alle Spurenwaren verwischt. Der Wind, der die Flocken vor sich Hertrieb,warf sie in alle Vertiefungen hinein, daß alle Ecken und Un-ebenheiten verschwanden."Sie standen hoch über dem Meere,das sich wie eine unendliche Ebene ringsum dehnte."DieSonne war untergegangen. . . Die Wolken, die schwer amHorizonte lagerten, erglühten noch in flammendem Purpurroth,dann gingen sie in Violett über, das sich in farbloses Grau"(es gibt also auch farbiges Grau?)verwandelte, bis die Nachteinbrach und alle Farben nach und nach erloschen." (Man ver-gleiche diesen jämmerlichen Versuch,Impressionismus" zuheucheln, mit den im vorigen Kapitel angeführten französischenMustern!)Die Nacht war völlig hereingebrochen, eine dunkle,tiefschwarze Nacht." (Man würdige die Nebeneinanderstellungdieser beiden Beiwörter!)Nur der Mond hing trübe überden Wassern" (der Mond in der sowohldunkeln" als auchtiefschwarzen" Nacht!)und der Leuchtthurm warf seine Licht-fluten in die Ferne. Tief zu ihren Füßen rauschte das Meer,dumpf tosend in tausendjährigem (!) Groll, und leckte an denzerklüfteten Felsen." Eintosender Groll", derleckt", istkaum ein sehr gefährlicher Groll.Eine tiefe Wunde überdem Auge behielt sie zeitlebens als kleine Narbe." Wenn sieeinekleine Narbe" hatte, so behielt sie doch nichtzeitlebensdie tiefe Wunde"!Hoch über ihnen am blauen Himmel kreisteein Habicht, mit gespreizten Schwingen seine Kreise ziehend,wie ein schwarzer Punkt in diesem Lichtmeer verloren." An