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2 (1893)
Entstehung
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217
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IV. Der Jbscnismus.

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Entarteter, wenn er nicht ein Zurückkehren zu den ältesten,längst überwundenen Zuständen für einen Fortschritt, die ferneVergangenheit für Zukunft halten würde.

Fassen wir seinen Ehe-Kanon zusammen, wie er sich ausseinem Theater ergibt. Man soll nicht um eines Vortheilswillen heiraten. (Hedda, Frau Alving, Bernick u. s. w.) Mansoll nicht aus Liebe heiraten. (Nora, Mangel.) Eine Vernunft-ehe ist keine wahre Ehe. Aber zu heiraten, weil man ein-ander gefällt, taugt auch nichts. Man soll einander erst gründ-lich kennen lernen, um mit voller Billigung der Vernunft indie Ehe zu treten. (Ellida.) Der Mann soll der Frau einLehrer und Erzieher sein. (Mangel, Bernick.) Die Frau sollsich vom Manne nicht erziehen und belehren lassen, sonderndie nöthigen Kenntnisse ganz allein erlangen. (Nora.) Ent-deckt die Frau, daß ihre Ehe keine „wahre" ist, so geht sievon dem Manne, denn er ist ein Fremder. (Nora, Ellida.)Sie geht auch von ihren Kindern, denn Kinder, die sie voneinem Fremden hat, können natürlich auch nur fremde Kindersein. Sie muß aber gleichzeitig beim Manne bleiben und ver-suchen, ihn von einem Fremden zu einem eigenen Manne zumachen. (Fran Bernick.) Die Ehe ist nicht dazu bestimmt,zwei Wesen dauernd zu verknüpfen. Wenn ihnen etwas aneinander nicht paßt, so geben sie den Ring zurück und gehenjedes seiner Wege. (Nora, Frau Alving, Ellida, Frau Elvsted.)Wenn ein Mann ein Weib verläßt, so begeht er ein schweresVerbrechen. (Bernick, Werke.) Und Alles in Allem gibt esüberhaupt keine wahre Ehe. (Relling.) Das ist Ibsens Lehrevon der Ehe. Sie läßt an Klarheit nichts zu wünschen übrig.Sie reicht vollständig aus, um die Diagnose von Ibsens Geistes-zustand zu stellen.

Seine Mystik offenbart sich, von seinen religiösen Zwangs-vorstellungen und von seinen verblüffenden Widersprüchen ab-gesehen, auf Schritt und Tritt auch in Absurditäten, deren ein