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Die Jch-Sucht.
muß mich allein damit befassen. Und darum verlasse ich dichsetzt. Ich muß lediglich auf mich selbst angewiesen sein..."?Da reibt man sich die Augen und fragt sich, ob man richtiggelesen hat. Was ist nun die Pflicht des Gatten in der„wahren Ehe"? Soll er sein Weib geistig fördern? Mangel,Frau Bernick, Frl. Hessel, Frau Kroll behaupten es. Aber Noraleugnet es wild und stößt jede Hilfe zurück, b'nrü än so!Sie will sich allein erziehen und bilden! Macht schon dieserWiderspruch vollständig irre, so narrt Ibsen die Bedanerns-werthen, die sich bei ihm sittliche Regeln holen möchten,vollends, indem er nach seiner Gewohnheit in der „Wildente"Alles verhöhnt, was er in sämmtlichen übrigen Stücken über die„wahre Ehe" gepredigt hat. Dort entspinnt sich (S. 76) zwischendem bösartigen Idioten Gregor und dem Spottvogel Rellingein köstliches Gespräch. „Gregor. Ich will den Grund zueiner wahren Ehe legen. Relling. So finden Sie nicht,Ekdals Ehe sei gut genug so, wie sie ist? Gregor. Es istgewiß eine gerade so gute Ehe wie leider so viele andere. Aberzu einer wahren Ehe ist es noch nicht gekommen. Hjalmar.Du hast niemals ein Verständniß für die ideale Forderunggehabt, Relling. Relling. Dummes Zeug, mein Lieber.Mit Verlaub, Herr Werle, wie viel . . . wahre Ehen habenSie in Ihrem Leben schon kennen gelernt? Gregor. Ichglaube, keine einzige. Relling. Ich auch nicht." Und nocheinschneidender ist der Spott, der ans Hjalmars Worten hervor-geht (S. 82): „Es hat etwas so Peinliches, sich zu denken,
daß jetzt nicht ich, sondern er" (der alte Werle) „die wahreEhe verwirklicht. . . Dein Vater und Frau Sörby gehen janun eine Ehe ein, welche auf volles Vertrauen gegründet ist;gegründet aus volle und ganze Offenherzigkeit von beiden Seiten;sie verbergen vor einander nichts; es gibt kein Geheimniß inihrem Verhältniß; es findet zwischen ihnen, wenn ich mich soausdrücken darf," (!) „eine gegenseitige Verzeihung der Sünden