I.Cbr.
»23z.
696 Geschichte der Keeuzzüge. BuchVIII. Kap.XXI.
dem Sultan waren aufgedrungen worden, und in einemLande, wo es an einer festen Ordnung gebrach und verschie-dene Gewalten nach verschiedenen Grundsätzen, Rücksichtenoder Launen verfuhren, nicht vollständig und beharrlich er-füllt werden konnten ^').
Die syrischen Christen sahen unter solchen Umstanden mitdesto ängstlicherer Vcsorgniß der nächsten Zukunft entgegen,als alle Klagen und Bitten, welche sie nach dem Verlusteder Beste Markab an ihre abendländischen Glaubensgenossenrichteten, keine Tbeilnahme an der traurigen Lage des heili-gen Landes erweckten; und selbst dem päpstlichen Hofe warender Krieg der Könige von Frankreich und Sicilien wider denKönig von Aragonie», und die Streitigkeiten der Welfen undGibellinen viel wichtigere Angelegenheiten als die Unterstü-tzung der syrischen Christen. Der Papst Honorins der Vierte,der Nachfolger Martin's des Vierten, ließ zwar die Ein-sammlung des Zehnten zu Gunsten des heiligen Landes inden Ländern, wo sie gestattet wurde, fortsetzen"), und seinNachfolger Nikolaus der Vierte") ermahnte sowohl den
21) Die Verträge dos Königs Leovon Armenien und der Margarethevon Tunis s. in der Beulage m.
-2' Im Jahre iogü verlangte Honorius IV. von dem Könige von Nor-wegen sowohl die Erlassung einerVerfügung, wodurch die Ausführungder gesammelten Zehntengelder auSseinem Reiche erlaubt würde, als auchdie Aufhebung einer früher» Verord-nung deö Königs, wodurch es denLagen in Norwegen untersagt wor-den war, den dortigen GeistlichenSterlinge oder anderes Silber zu ver-kaufen, indem Honorius bemerkt, dagdieses Verbot dem heiligen Landegroßen Nachtheil bringe. Auch in
Schweden wurde der Zehnte von denEinkünften der Kirchen damals erho-
72 gü §, 34. Honorius IV. lzuvor Ja-kob de Sabello, ein geborener Römer)bestieg einige Tage nach Osrern i2gzden päpstlichen Stuhl, vtolcnitrciLuc. Iiistor. eocles. I.i!,. XXIII.vLg. 13. x. ngi.
Lgt Nikolaus IV- l vorher Hierony-mus, nach andern Johannes, Bischofvon Sabina, und Minorit aus Asscoli in der Mark Ancona) bestieg denpäpstlichen Stuhl am Tage PetriStuhlfeyer (22. Febr. - 1033- ^»»» 1 .
66IIN0IIL. (bey IVIurstori D. VI.) g.894. I-toIe,n. Luc. Itistor. ecclei.