Innere Streitigkeiten der Christen. 653
stritten daselbst wider einander zwei) erbitterte Parteyen, die^-^r.Partey des Bischofs Bartholomäus von Tortosa, welchem dieverwittwete Fürstin Sibylla die Vormundschaft über ihrenSohn zugewandt hatte, und die Partey des Bischofs Petervon Tripolis. Der erstere dieser beydcn Bischöfe wurde nichtnur unterstützt durch den König Leo von Armenien, denBruder der Fürstin Sibylla, an dessen Hof er den jungenFürsten sandte, um die Ritterwürde zu empfangen H; son-dern auch die Ritter der Grafschaft waren auf seiner Seite,weil sie ihn betrachteten als ihren Beschützer gegen die An-maßungen des Bischofs von Tripolis, eines geborenen Rö-mers, und der Landsleute desselben, welche, begünstigt sowohldurch den Bischof selbst als dessen Schwester, die FürstinLucia, Gemahlin des Fürsten Voemund des Fünften vonAntiochien, zu Tripolis sich angesiedelt und zur Zeit desverstorbenen Fürsten Boemund des Sechsten eine große Ge-walt daselbst geübt hatten Dagegen wurde der Bischofvon Tripolis durch die Templer, deren Mitbruder erwar P, beschützt, und er verschaffte sich auch durch derenVermittelung den Bcystand des Guido, Herrn von Gi-belet, welcher durch diese Verbindung eine heftige und lang-wierige Feindschaft mit dem
8 ) Hugo Plagen I>. 743 . Marin.
Sannt. x. 226.
6) Hugo Plagen x. 74g. Marin.
San. in 226. Die Angaben dieser be»-den Schriftsteller über diese tripolita-nischen Händel sind übrigens zu kurz,alü dag sich daraus eins deutlicheKenntnig der damaligen Verhältnissevon Tripolis gewinnen ließe. DerVater des Bischofs Peter von Tripo-lis und der Fürstin Lucia war derrömische Graf Paul. Vgl. oben Kap.io. Anm. 20. S- 3 > 7 - In der Urkunde,
Fürsten von Antiochien sich
welche über den mißlungenen Versuchdes Herrn von Etbelet, der StadtTripolis sich zu bemächtigen, in demSchlosse Nephin lin der GrafschaftTripolis) im I. 1232 abgesagt wurde( Miclianä liistoire cles aiois. t'. V.l?. 858^862), kommt unter den Zeu-gen ein CanonicuS Der Kirche vonTripolis Namens Johann Frangipanvor, welcher vielleicht einer lener ein-gedrungencn Römer war.
7) Marin. San, p. 22g.