Zwcyte allgemeine Kirchenversammlimg zu Lyon. 635
seine Geheimnisse entweder durch einen seiner vertrauten Rathe '"'^>r.zu eröffnen oder einem päpstlichen Rathe, welcher nach Ca-siilien sich begeben sollte, anzuvcrtrauen Die Angele-genheiten des heiligen Landes, nachdem es dem Papste ge-lungen war, durch seine eifrigen Bemühungen die Theilnahmean der Sache des Kreuzes wieder zu erwecken, beschäftigtendamals so sehr die Gemnther, daß man wiederum, wie infrühern Zeiten der Begeisterung für das heilige Grab, Zei-chen am Himmel auf die bevorstehende Kreuzfahrt deutete.
An dem Tage, an welchem der König Rudolf, welcher wäh-rend der Reise des Papstes nach Lyon von den deutschenChurfürstcn zum römischen Könige erwählr wurde, zu Aachendie Krone empfing, erblickte man am Himmel eine weißeund leuchtende Wolke in der Gestalt eines Kreuzes, welchenachher eine blnrrvthe Farbe annahm, und als die deutschenFürsten dem Könige von dieser Erscheinung erzählten, so sollRudolph gesagt haben: „So mir Gott Leben und Gesund-heit verleihen wird, so werde ich nach dem Lande jenseit desMeers pilgern und für meine großen Sünden mein Blutdem Heilande zum Opfer bringen^)."
Noch vor dem Ende des Monats November kam derPapst Gregor nach Lyon, wo nach und nach mehrere Für-sten und eine große Zahl von Prälaten sich cinfanden. Eskamen der König Jakob von Aragonien, welcher aus denHänden des Papstes die königliche Krone zu empfangenwünschte ^), die Prinzessin Maria von Antiochien, um ihreAnsprüche auf die Krone von Jerusalem geltend zu machen "ch,
42) Schreiben deS Papstes a» denKönig Alfons, erlassen zu Chambersam g. Nov. 127z, bey Nainaldus a. a.Q. tz. 38 . 89 -
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(Pranaok. -Zgz toi.) x. 40.44) Hugo Plagon I>. 7Z2,4 Z> Hugo Plage» x. 747.