630 Geschichte der Krcnzzüge. B n ch VIII. K a p. XIX.
'triarch Thomas nach Ptolemais sich begab, vollendet unddafür sowohl das von dem Könige Philipp von Frankreich be-willigte Darlehn als die Vermächtnisse verwandt, welche derrömische König Richard und der Cardinalbischof von Albano,ersterer von acht Tausend, letzterer von Tausend Unzen Gold,in ihren letzten Willeusverfügungen zu Gunsten des heiligenLandes gestiftet hatten Auch wurde der Papst durch dieNachrichten, welche ihm von seinem ehemaligen Mitpilger,dem Prinzen Eduard von England, da dieser Pilgerfürst aufseiner Rückkehr den päpstlichen Hof zu Viterbo besuchte,über den Anstand der Dinge in Syrien mitgetheilt wurden"),veranlaßt, seine Thatigkeit für die Angelegenheiten des hei-ligen Landes zu verdoppeln.
Die Erwägung, daß von den Fürsten und Völkern jen-seit der Alpen die wirksamste Hülfe dem heiligen Lande ge-leistet werden könnte, bewog den Papst Gregor, in den Ans-schreiben, welche er am Donnerstage nach Ostern zu Orvietoerließt), die Stadt Lyon als den Ort der bevorstehendenKirchenversammlung zu bestimme». Um die Kosten, welcheden Kirchen durch die Reisen ihrer Vorsteher zur Kirchenver-sammlnng aufgcbürdet wurden, so viel möglich zu verrin-gern, verordnete er, daß von den Aebten der Klöster jedesbischöflichen Sprcngels nur Einer zu Lyon persönlich sicheinzufinden hatte, die übrigen durch Bevollmächtigte sich ver-treten lassen, und die Pröpste und andere Prälaten der Kir-chen, welche nicht Cathedralkirchen wären, dieselbe Vorschriftbefolgen sollten. An den König von Frankreich erneuerte erdie frühere Einladung, der Kirchenversammlung beyzuwohnen,
»7) NLinLlä. I. c. h, 4,
28) ILib. ^.prills (IZ. April) LNN0 IINsinLlä. Lun. evclcs. sä L. 127z.tz 1-3.
sg) ÜLinLia. Lä L. 127z. h. 4.