510 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. XV.
Entrichtung des Zehnten sich fügen würde; und nur durcheinen strafenden Brief, mit welchem Clemens diesen Wider-spruch beantwortete, und durch sehr ernste Drohungen, welcheer in seinen Unterredungen mit den Abgeordneten der fran-zösischen Geistlichkeit noch hinzufügte, wurden die widerspen-stigen Priester gezwungen, dem päpstlichen Gebote zu ge-horchen ^ -). Auch die damaligen Kreuzpredigten, obgleichsie ihres Ziels nicht gänzlich verfehlten, bewirkten dennochnicht so schnelle und glanzende Erfolge als in frühererZeit »»).
YZ) DaS Schreiben der französischenGeistlichkeit finket sichindernormänni-schenChronikbehIIiiLlccsiicSorii-i.i'vr.
Norm. !>. 1013 , und das am 2a. Sept.i2ü/ zu Viterbo erlassene Antwort-schreiben des Papstes ClemenS aufdiesen Widerspruch Key RainalduS »fis. 1267. h. zz — 59- Nach der er-wähnten normannischen Chronik hiel-ten die Vorsteher der bischöflichenKirchen von Frankreich, als sic ge-hört hatten, bah Ludwig ber> demPapste um die Bewilligung cincSZehnten »achsuchle, eine Bcrathungzu Paris, wo die Geistlichkeit derSprengel von NhcimS, SenS undSiouen sich zu der Einlegung einesWiderspruchs bei) dem päpstlichen Hofsdurch eine fcyerliche Gesandtschaft ver-einigte- Gleichzeitig sandte auch dcrÄv-nig Ludwig Abgeordnete, welche demPapste Clemens vorsteltten, daß dieWeigerung der Geistlichkeit, ein Un-ternehmet!, für welches die FürstenGut und Lebet! wagten, durch Unter-stützung an Geld zu befördern, höchstunbillig wäre; der Widerspruch derGeistlichkeit blieb daher unwirksam,t^uiniino, fährt die Chronik fort,1'oittikox cum illLgna aurterittttv
lüincios ccotesiariim Stieocxit et cilirelocritus act eos iriiril acto cie iiego-
UebrigenS hatte Clemens IV. schon imJahre wüz einen zwemährigen Zehn-ten zur Unterstützung des KönigsKarl vori Sicilicn von der französi-schen Geistlichkeit gefordert. Dgl. tzUc-iiienris Ikz-i-aoUre igz — igg. igz. KZZ.in hlciiu. sslartene et Ors. Dirr.mcilllies. Lneoclot. 1 '. II. x. 34z — 246.255 . 604. ^
94s Lr guainvis, sagt zwarWilhclinvon NattgiS w. 88z), Iioir inniii in
aklixeiiint. Dag aber viele mißbilli-gende Stimmen über die beabsichtigteKreuzfahrt dcü Königs Ludwig fort-während sich erhoben, steht man auS fol-gender Aeusicrung des Papstes Clemensan den Cardinal Simon in einemSchreiben vom LZ. Mai 12Ü7, erlassen