Zweytes Kreuzgelübde des Königs Ludwig IX. 507
des Königs von Frankreich nicht minder als des Königs von 2 ENavarra hatten, wahrend er im Lande jenseit des Meersim Dienste Gottes und des Königs von Frankreich Gut undBlut zum Opfer gebracht, und noch nach seiner Rückkehrseinen Leuten so vielen Schaden zugefügt, daß er noch zukeiner Zeit mit seinen Leuten in einer so schlimmen Lage sichbefunden hatte als damals; und wenn er Gott dienen wollte,so könnte er es auf keine bessere Weise thun, als wenn erim Lande bliebe zum Schutze und Schirme seiner Leute;wenn er dagegen sich den Gefahren einer zweyten Kreuz-fahrt preisgeben wollte, so würde solches nur seinen Unter-thaneu großen Schaden und Nachtheil zuziehen und ihn selbstder Gnade Gottes verlustig machen. Der Seneschall Join-ville war sogar überzeugt, wie er selbst erzählt, daß diejeni-gen, von welchen der König Ludwig zur Wiederholung derKreuzfahrt war beredet worden, einer Todsünde sich schuldiggemacht hatten, weil Ludwig damals schon schwach und hin-fällig war, die Bewegung weder des Reitens noch des Fah-rens zu ertragen vermochte, und es also mit Sicherheitvorausgesehen werden konnte, daß die Mühseligkeiten derKreuzfahrt zu großem Schaden von Frankreich das Lebendes trefflichen Königs verkürzen würden, welcher den inner»und äußern Frieden und den Wohlstand seines Landes durchnützliche und weise Anordnungen wieder hergestcllt und be-festigt hatte.
Der Papst Clemens suchte zwar mit allen Mitteln,welche ihm zu Gebote standen, die beabsichtigte zwepte Kreuz-
91) fcklesee de li, fügt 2o!n»vllle (1?. 154) hinzu, esdoit ki AiÄNt,
1'ostel. an eoine .^.nsserre oii ie ^riseon§e de U Mrsciues ans Lordeliers
einre rves krag; et leklo coin ilcsroit, so il teusr demoro en Trance,zienst-il. eneor encor avoirlrsscn ei. 5aic monlr de Kiens.