Zweytes Kreuzgelübde des Königs LudwigIX. 503
fordert, ihre Meerfahrt noch vor der festgesetzten Frist an-^-Zf-zutreten und nach der Anweisung uusers Legaten, des Car-dinalpresbyters Simon von Sanct Cacilia, sobald als mög-lich nach Syrien sich zu begeben und den drohenden Ge-fahren zuvorzukommen." Wenige Wochen spater trösteteClemens den Patriarchen von Jerusalem mit den gefühlvollenWorten "); „Wir haben nicht taube Obren oder ein Herzvon Stein, um unempfindlich zu bleiben bey euren angst-vollen Klagen b«) und euren Schmerzen das Mitleid zu ver-sagen; vielmehr, dafür ist unser Gewissen Zeuge, ermahnenwir fortwährend die katholischen Fürsten, eingedenk zu seyndes Blutes Christi, welches für ihre Erlösung vergossen wor-den, und das heilige Land zu erretten. Für diese Sachearbeiten wir mit ganzem Eifer und bringen schlaflose Nachtezum Opfer. Darum mögen eure Hände nicht ermatten, undeure Kniee nicht müde werden."
Niemand aber nahm die damalige unglückliche Lage des J.M.heiligen Landes und die dringende Ermahnung des Papsteszur Errettung der bedrängten syrischen Christen so sehr zuHerzen, als der fromme König Ludwig von Frankreich, wel-cher seit seiner Rückkehr aus Syrien durch oftmalige Ueber-sendung von Gelvunterstütziingen seine fortwährende Theil-uahme an den Angelegenheiten des heiligen Landes bewiesenhatte ^), aber des betrübenden Gedankens sich nicht erweh-ren konnte, daß seine erste Kreuzfahrt seiner Krone nichtsowohl Ehre als Schmach und der christlichen Kirche se-
tz. 4->. und im 3'Ncs. »uocstoi. 1. o.I'. zgz.
83 ) Schreiben dcS Papstes, erlassenzu Vticrbo am Zo. Sept. (II. X-N.Om.) i26g, bcv Rainaldus a. a. O.und im INcs. ourcstur. r. a, ,>. 40»./,uv. Die Anweisungen, weiche Lle>
mens dem kardinale Simon gab, s.ebendas, p. 41g — 421.
gg) veskris damoslg clamvridns anstientiam stenegaremn3.
8Z) S. oben Kap. XIV. S 467.