482 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. XV.
2.^br. „ei,, per Ausgang dieses Kampfes war aber bey der dama-ligen großen Macht des Königs Manfred höchst zweifel-haft^). Wenn auch Clemens die Unterdrückung des Hausesder Hohenstaufen als eine der wichtigsten Angelegenheiten desapostolischen Stuhls betrachtete: so nahmen doch auch andereVerhältnisse von nicht geringer Bedeutsamkeit seine Thätig-keit in Anspruch; in Deutschland hatte Urban der Viertenicht vermocht, dem Könige Alfons von Castilien allgemeineAnerkennung zu erwirken, und da Richard von Cornwalliseben so wenig im Staude war, als römischer König daselbstAnsehen und wirkliche Gewalt zu erlangen, so hatte dieVerwirrung den höchsten Gipfel erreicht; das KönigreichUngarn wurde von den Mogolen geangsiigt und bedurfteschleuniger Hülfe; die Königreiche Aragonien und Castilienwurden von den Arabern mit überlegener Macht bekriegt,und der Kaiser Balduin der Zweyte flehte noch immer ver-geblich um die Wiederherstellung seines Throns.
Obgleich unter solchen mißlichen Verhältnissen vielfältigeSorgen das Gemnth des Papstes bestürmten, so bliebendoch die Klagen der syrischen Christen, welche an Clemensbald nach seiner Thronbesteigung gelangten, nicht unbeachtet.Er ermahnte nicht nur den König Hajihon von Armenien,dem Orden des Hospitals, welchem er bisher so mancheBeweise der Freundschaft gegeben hatte, nach dem Verlustevon Arsuf und der Vernichtung eines großen Theils derRitterschaft dieses Ordens seinen Beystand zu gewähren undüberhaupt des bedrängten heiligen Landes sich anzuneh-men "); sondern er richtete auch an den König Ludwig von
2g) S. Fr. v. Naumer, Gesch. -erHvhenst. a. a. O. S. 4§3 folg.
rs) Schreiben des PapslcS Cle-mens IV., erlassen zu Perugia am
2Z. Jul. cvn. lLai. Lux.) I2S;, be»Rainalbus -ul L. 126z. H. 40, und inLüm. IVlarteue et I 7 is. OuiLNä.IPee, auceäoror. I. x. 170. 171.