474 Geschichte der Keeuzzügc. BuchVIll. Kap. XV.
beschäftigen schienen, wurden mit rastloser Thätigkeit Bela-geruugswerkzcuge verfertigt, und der Sultan selbst befandsich oft unter den Arbeitern und ermunterte sie durch eigeneTheilnahme an ihrer Arbeit; Niemand aber wußie, was der26. Febr.Sultan im Sinne hätte, und am 26. Februar 1265") ver-sammelte Vibars ganz unerwartet seine bis dahin im Landevertheilten Scharen vor den Mauern von Cäsarea und be-gann sogleich die Belagerung dieser Stadt ^). Da die Rit-terschaft von Cäsareanicht für einen solchen Angriff vor-bereitet war, so erstiegen die Saracenen, welche aus ihrenLanzen und den Riemen des Geschirrs ihrer Pferde eine Artvon Sturmleitern sich bereitet halten, die Mauer dieser Stadt,ohne erheblichen Widerstand zu finden; und die Christenwaren genvlhigt, in die Burg, welche der König Ludwig vonFrankreich wahrend seines Aufenthaltes erbaut hatte, zu flie-
81 Am y. des ersten Dschemadi 66 g.Lbttii'cä. , 3 ni!. inoel. 1 °. V. 1'. 14.Makrisi be» Ncinaud x. 4 g'- NachMarinuS Sanutus l x> 222) bemäch-tigte sich Bondokdar der Stadl Cä-sarea durch Werraih am 26. Januari2üz; vielleicht ist in dieser Stelle 7 »-nuarii verschrieben für lebriiarü.
y) Nach der Behauptung des Pap-stes Clemens IV. in einem Schreibenan den Patriarchen von Jerusalemund die übrigen Prälaten des heili-gen Landes, so wie an die Meisterder Templer, Hospitaliter und deut-schen Ritter und an Gottfried vonSergincS sbey Nalnaldus all a. ,26z.V 37 . 38 ) hatte der Sultan Vibarsdie Ritterschaft von Cäsarea sogardurch die Aeuiierung friedlicher Ge-sinnungen sicher gemacht: Lgresea escIiovitcr arneitta et storribitis bestiaex nekanciiseiintts iile 5oi-
ciailtt» Uabz-ioniae, Iiostis düriistia-
nitati?, inbeettis pngrilo (ülirisliano,veittt urene insiciians et gnasi leo-
eam, kngatis exinäe incoiis et pro-
tcr »couprrani. Dieselbe Behaup-tung wiederholt der Papst in einemSchreiben an die Mönchsorden derPrediger und Minoriten Key Nainal-dlls a. a. O. §. qg.
io) Der damalige Herr von Cäsareawar Johann Lalcmant, der Gemahlder Margaretha, Erbin von Cäsarea-