eine halbe Stunde entfernen dursten, ohne vogel-frei gehalten zu werden.
Die Sucht, alle Institute, deren Ursprung ent-weder noch dunkel oder ungewiß ist, aus der fer-nen Vorzeit hcrzuleiten, brachte die Tradition auf,die Freimaurer feien die achten Abkömmlinge derTempelherrn, und die Freimaurerei die ununterbro-chene Fortsetzung der Templern. Die Sage be-hauptet nämlich, der scchszehnte und letzte Priorder Tcmpelklcriker und Oberhaupt der Wissen-den, Peter von Bologna (Boulogne) sei zuerst zudem Wildgrafen Hugo am Rhein, dann aber mitdem Ritter Sylvester von Grumbach nach Schott-land gestehen, wo er nebst einem gewissen Harrisund Aumont aus den Statuten des Tempclordensdie Nasonex (Maurern) gestiftet habe.
Wenn man aber bedenkt, wie schwankend nochdie besten Geschichtschreiber dieser weitverbreitetenBrüderschaft, Lawrie, Krause, Moßdorf, Preston,Thory, Feßler, Lindncr, Heldmann u. A. in derAngabe ihrer Entstehung sind, wie einige die Frei-maurer-Brüderschaft aus den ägyptischen Mysterien,Andre aus dem pythagoreischen Vereine, oder wieNicolai von den Rosenkreuzern, oder wie Lcssingaus den von Christoph Wren bei Erbauung der St.Pauls-Kirche zu London gestifteten Baulogen, her-lciten, so gehet deutlich hervor, daß dieser Ordensich nicht aus dem der Templer mühsam zusam-mengerafft habe, sondern als Kind des Zeitgeistesaus jenen großen Vereinen von Künstlern und Werk-leuten, die bei Erbauung des Straßburger-Mün-sters (1015 — 1439), der Kathedrale zu Köln(1211 —1365), des Doms zu Magdeburg und zuRochlitz (1010 — 14..) und bei Gelegenheit meh-