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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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Ordens, nebst den Rittern, welche der Großmeisterzur Verathung zu wählen für gut fand. An denConvent liefen alle Berichte aus den Provinzen ein.Auch er mit dem Meister konnte Gesetze geben,welche streng beobachtet werden mußten.

So wie der Convent des Großmeisters imOrient, hatte jede einzelne Provinz einen unter demVorsitze ihres Proßpriors, der aus dessen Assisten-ten , dem Hauskompthur und angesehensten Brüdernbestand.

Übrigens hatte jede Kommende, jedes große Or-denshaus sein eigenes Kapitel. Doch wurden darinnur solche Sachen verhandelt, welche-das Hausangingen. Dann hatten alle Brüder Sitz undStimme. Das Stimmcnmehr entschied. Nichtselten leitete diese ein einziger kluger Kopf. DieseKapitel, oft der Schauplatz des Haders und derKabale, wurden gewöhnlich Sonntags früh vorTagesanbruch gehalten, und zwar so gcheimnißvoll,daß Niemand als die Tcmpclbrüder zugegen sein,und kein Anwesender in der Folge davon sprechendurfte. Geheimniß und > Verschwiegenheit warenüberhaupt die Seele des Ordens.

Beim Eintritt in das Kapitel mußte sich jederBruder mit dem Kreuze bezeichnen, und das Hauptentblößen. .Wenn alle versammelt waren, erhobsich der Vorsitzende und sprach:Liebe Brüder!Stehet aus und bittet Gott, daß er zur heutigenBerathung seinen Geist und seine Gnade unter unssenden wolle!" Hierauf hielt der Kapellan ein Ge-bet. Alle beteten ihm laut nach. Ein stilles Va-ter-Unser beschloß die Vorbereitung. Nachdem ge-nau untersucht worden, ob nicht etwa ein Uneinge-weihter oder Nichttempler zugegen sei, und das Ka-