und dieser — sei es Ritter oder Knappe — muß-te gehorchen; denn nächst dem Meister oder Mar-schall ging dies Keinen naher an, als ihn. AlteKleider vectheilte er unter die Armen. Alle Ge-schenke, welche für die Brüder des ConventS cin-liefen, mußten an ihn zur Vertheilung eingegebcnwerden. Brachte ein Bruder Gold, Silber oderandere Kostbarkeiten mit, so mußte dies, wenn cssich aus zehn Byzantinen belief, an den Drapierabgeliefert werden.
Der Turkopolier, oder Anführer der Knap-pen und dienenden Brüder, welche die leichte Rei-terei bildeten, war einer der untersten Beamtendes Ordens. Er stand unter den Befehlen desMarschalls und nicht selten auch selbst unter den-jenigen eines Ritterkompthurs; sobald nämlich Letz-terer mit zehn Rittern und einem Ordens-Bannerzugegen war.
Die dienenden Brüder standen nur so lange sieim Felde waren, unter seinem Befehl, unbewaffnetaber nicht. Der Untermarschall, der Banncrec unddie Schildknappen des Meisters, Marschall's undLandkompthurs waren selbst dann nicht, wenn siezu seinem Geschwader gehörten, von dem Turkopo-lier abhängig. Dies Amt war weit bedeutenderin dem Hospitaliter-Orden, wo es mit der Würdeeines Großbailliffs der englischen Zunge verbundenzu sein pflegte.
Zu den Ordensobern gehörten ferner die soge-nannten Visitatoren, welche von dem Conventvon Zeit zu Zeit in einzelne Provinzen ausgescndctwurden, um Streitigkeiten zu schlichten, Mißbräucheabzuschaffen, oder neue Einrichtungen anzuordncn.Sie waren hierzu mit großer Gewalt ausgerüstet,