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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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Wählcnden, so verfügte sich der Wahlkompthur insKapitel, den Brüdern die Uneinigkeit verkündigend,worauf diese die Gnade des h. Geistes anflehten.

War die Wahl vollzogen, so begaben sich dieWahlherren wieder in das Kapitel zurück, undbefand sich der Erwählte zugegen, so sprach derWahlkompthuc:Liebe Herrn und Brüder! Laßtuns Gott und unserer lieben Frauen Dank sagen,daß es uns gelungen, in Einigkeit nach Eurem Be-fehle einen Meister des Tempels zu wählen."

Wenn hierauf die Ritter alles versprochen, ih-rem bis jetzt noch unbekannten Meister treuen Ge-horsam zu leisten, trat der Wahlkompthur vor denGroßkompthur und einige der angesehensten Ordens-beamtcn mit den Worten:Kompthur, wenn Gottund wir Dich zu unserem Meister erkoren haben,gelobst Du, dem Eonvent dein ganzes Leben hin-durch gehorsam zu sein, und die guten Sitten undGebräuche des Ordens zu erhalten?" War der Er-wählte aber gegenwärtig, so ging der Wahlkomp-thur hin und sprach:Im Namen Gottes, desVaters, des Sohnes und des h. Geistes haben wirEuch Bruder !bl. !>l. zu unserem Meister erwählt,und erwählen Euch dazu;" und zu den übrigenRittern gewendet sprach er:Liebe Herrn und Brü-der! Danket alle Gott, sehet hier unfern Meister!"

Hierauf ertönte ein lautes Oeum laullamu.«.Die Brüder standen auf, und trugen den neuenMeister auf ihren Schultern in die Kapelle vor denAltar, worauf die Wahl durch Gesang und Gebetgleichsam geheiliget wurde.

2. Der Gcoßkompthur wurde immer nurwährend der Vakanzen des Meisterstuhles, jedocherst nach dem Begräbnisse des Oberhauptes erwählt.