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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
Entstehung
Seite
147
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ras, soweit es die Umstände erlaubten, zu halten,in leinenen Hemden, Beinkleidern und leinenenStrümpfen, und stets umgürtet zu schlafen, beiTische das strengste Stillschweigen zu beobachten.

Me Handlungen des Tempelherrn, im Kriegewie im Frieden, mußten von der pünktlichsten Ord-nung zeugen, nichts durfte wider die Gesetze, nichtsohne Erlaubniß der Obern unternommen werden;denn unbedingter Gehorsam war die Seele desOrdens.

Im Kampfe gegen die Feinde Christi warStandhaftigkeit die heiligste Pflicht. So langenoch ein christlicher Banner auf dem Kampfplatzewehte, mußte diesen der Templer behaupten; daherdie beispiellose Tapferkeit und die kühne Todesver-achtung. Es galt nur zwischen Sieg oder Tod.Einmal gefangen, war es der Ritter zeitlebens,denn für seine Auslösung durfte nichts von höher'mWerthe als ein Strick oder ein Dolch geboten wer-den. Dies die Ursache der unerhörten Grausamkeitder Sarazenen gegen gefangene Templer.

Die Rüstung bestand in Schild, Schwert, Lanze,Keule nebst Zubehör, und war leichter als die ge-wöhnliche europäische, weil die Art im Orient Kriegzu führen eine schnelle Beweglichkeit erforderte. DreiPferde waren zu seinem Gebrauch, und ein Knappezu seiner Bedienung, der öfters kein dienender Bru-der des Ordens, sondern ein Edelknabe war, welcherdas Kriegshandwerk bei einem erfahrnen Ritter ler-nen wollte.

Die Hauskleidung war einfach und anständig,ein langer weifser weitausgeschnittener Rock, undder weiße Rittermantel mit dem rothen Kreuze aufder linken Brust; auf dem Kopse eine Mütze oder