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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
Entstehung
Seite
145
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gewesen, oder habt Ihr je ein Ordensgelübdeabgelegt?

Seid Ihr irgend einem Weltmann etwas schul-dig, welches Ihr nicht selbst, oder mit Hülse EurerFreunde, ohne etwas von dem Almosen des Ordenszu nehmen, bezahlen könntet?

Seid Ihr gesund am ganzen Körper, und habtIhr keinen Leibesschaden oder geheime Krankheit?

Habt Ihr keinem Lempelbruder, noch sonst Je-manden, Geld oder Geschenke versprochen, falls erEuch zur Aufnahme in diesen Orden verhelfenkönnte?

Zu diesen Fragen kam noch, ob er Ritter, ei-nes Ritters und einer Edelfrau Sohn, von eheli-cher Geburt, und ob er Priester sei? sodann:Gelobt Ihr Gott und Maria, unserer lieben Frauen,

> Euer Lebelang dem Meister des Tempels, und demEuch Vorgesetzten Kompthur Gehorsam zu leisten?Gelobt Ihr Gott und der unbefleckten JnngfrauMaria Euer Lebelang keusch mit Eurem Leibe zuleben? daß Ihr die löblichen Sitten und die Gebraucheunseres Ordens, die, welche schon da sind, sowie die-jenigen, welche Meister und Ritter hinzufügcn wer-§ den, halten wollet? daß Ihr mit der Euch von

Gott verliehenen Kraft das h. Land von Jerusalemerobern, dasjenige aber, so die Christen besitzen, nachbesten Kräften bewachen und beschützen helfen wol-let? daß Ihr diesen Orden nie für starker oderschwacher, für schlechter oder besser halten wollet alsmit Erlaubniß des Meisters und des Convents,welche die Gewalt haben? Gelobt Ihr endlich, nieI zugegen zu sein, wo ein Christ unrechtmäßiger

Weise enterbt wird, und durch Rath und Thathieran Theil zu nehmen?

I.

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