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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
Entstehung
Seite
144
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Nach wiederholter Frage, ob Keiner der Anwe-senden etwas gegen die Aufnahme cinzuwenden habe,sprach dieser laut zur Versammlung:Willigt ihralso, edle Herrn und Brüder, ein, daß man ihnin Gottes Namen kommen lasse?" Wenn die Rit-ter antworteten:Lastet ihn in Gottes Namenkommen," wurde der Candidat in das Kapitelgeführt.

Hier trat er vor den Receptor, warf sich vorihm mit gefalteten Händen aufs Kniee, sprechend:Herr, ich bin gekommen vor Gott, vor Euch unddie Brüder, und bitte Euch um Gottes und unsererlieben Frauen willen, mich in Eure Gesellschaftund die Wohlthatcn des Ordens aufzunehmen, alsEinen, der sein Lebelang Knecht und Sklave desOrdens sein will."

Hierauf stellte ihm der Receptor ungefähr un-ter folgenden Worten, den schweren Übergang vomeigenen Herrn zum Knechte Anderer vor:Ihrhabt hinfüro keinen eigenen Willen mehr. WennIhr im gelobten Lande sein wollt, wird man Euchjenseits des Meeres schicken. Wenn ihr schlafenwollt, wird man Euch befehlen zu wachen, wennIhr essen wollt, wird man Euch heißen, etwasanderes zu thun." Dann fuhr er fort:Sehthier das heilige Evangelienbuch, Gottes Wort, undantwortet die Wahrheit auf jede Frage, die wirEuch thun werden; denn wenn Ihr lüget, begehtihr einen Meineid, und werdet aus dem Ordengestoßen, wofür Euch Gott behüte."

Zuvörderst fragen wir Euch also: ob Ihr einWeid oder eine Verlobte habt, die Euch nach denGesetzen der h. Kirche zurückbegehren könnte?

Seid ihr schon in irgend einem andern Orden