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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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Constantinopcl ein, und verwahrte den Kopf in ei-nem goldenen Kästchen. Nachts entwendeten ihmdie Schiffer den Schlüssel, einen großen Schatz darinvermuthcnd. Sie öffneten, und enthüllten dasgräßliche Haupt. Plötzlich gerieth die See in Auf-ruhr, die Winde heulten, Blitze zuckten durch diefinstern Wolken, alle Elemente brachen los. DasFahrzeug scheiterte, der Ritter ertrank, und dasKästchen schwamm nach Damiette, wo es die Tem-pler fanden, und damit Zauberei und Teufelskünstetrieben.

So lauteten nämlich die Verlaumdungen eini-ger Zeugen. Hugo von Fravaux bekannte, unge-fähr dieselbe Erzählung von einem weltlichen Rit-ter, Johann von Tanis, Stadthauptmann vonLimisso, gehört zu haben.

4) Unnatürliche Lust. Diese Beschuldigungscheint eine der begründetsten gewesen zu sein, dochnicht als Ordensstatut, sondern nur als Vergehenvon Einzelnen verübt. Rohe Zeiten, und finstereBigotterie waren immer Pflegerinnen dieser Unna-tur. Wir wissen schon aus Karl's des GroßenNathgeber, dem Mönch Alcuin, daß man selbst Bi-schöfen die vier canonischen Fragen vorlegte: 1) Obsie keine (Knabenschänder), 2) Non-

nenverführer, 3) Bestialität-Verüber, 4^ ob sie nichtin zweiter Ehe gelebt hätten. Das Eölibatgesetzführte besonders unter dem üppigen Himmel Asienszu schändlichen Abwegen, und geistliche Ritter so-wohl, als Mönche und Nonnen, vermochten nichtimmer dem Drange der Leidenschaft zu widerstehen.

Aber wenn auch einzelne Templer die Manncr-sreundschast in dem griechischen Sinne genom-men haben, so ist doch nicht denkbar, daß eiu

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