auf einen Altar gesetzt, mit der Ermahnung, das-selbe anzubetcn. Sein Name ist Basfomet. Die Ge-lehrten haben sich vielseitig bemüht und mit der Deu-tung des Bildes und, des Wortes beschäftigt: An-ton hielt ersteres für eine Sphinx (Symbol desGeheimnisses und der Verschwiegenheit), Herder fürein Herme oder Rittertrophäc, Müntec für eineTempelceliquie, Nicolai aber giebt dem Worte Baf-fomct (Baphomct) die Deutung(Lause der Weisheit) und läßt unter diesem Bilde,da cs einen grauen Bart hat, (Symbol des Allva-ters, der Himmel und Erde regiert) die Templerden Weltschöpser, als personifizirte' Weisheit vereh-ren. Jos. v. Hammer stimmt dieser Erklärungin sofern bei, daß er „Mete" für Weisheit, alsGesetzgeberin einer hohem Gnosis annimmt. Ni-colai hält daher die Tempelherrn für Deisten, die-ser für Gnostiker *).
Keiner der Zeugen hat das Idol deutlich ge-sehen, und es ist in der Thal auffallend, daß sichdie Inquisitoren nur eines einzigen solchen llorpundelicti zu versichern wußten. Der Ritter WilhelmPidoye, Aufseher über die Schätze und Güter desPariser Tcmpelhauses, brachte einen schönen Kopfvon vergoldetem Silber und weiblicher Bildung.Inwendig fand man in einem weissen leinenen Tuche,welches ein Streifen röthlichen Kattuns bedeckte,Knochen eingehüllt, die denen eines kleinen wciblichen Hauptes glichen, und einen Zettel cingenähi,mit der Inschrift „Oapat I,VIll" Von Einigender Anwesenden wurde er für den Kopf einer der11,000 Jungfrauen erklärt. Mehr Idole, als die-
') S. Anmerk. SZ.
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