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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
Entstehung
Seite
98
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sagen eines so verruchten Menschen, wie der Priorvon Montfaucon war, den nur Rache, Schaden-freude und Hoffnung irdischen Gewinnes zu dieserAnklage anspornte, sein mochte; aber solcher ver-dorbener Bösewichter mußte sich Philipp bedienen,sein Vorhaben auszuführen. Niemand glaubte ih-nen, nur er allein versicherte, diese Sache verdieneeine genaue Untersuchung.

Es wurden daher an einem Tage gegen 140Ritter gefangen genommen. Da die Kerker vonParis diese Anzahl nicht fassen konnten, so wurdensie den Gefängnissen der Nachbarschaft überliefert.Der gröste Theil seufzte in den Burgverließen desfesten Schlosses Mclün.

Es ist billig, der Nachwelt die Namen der 140zu Paris in Verhaft genommenen Tempelherrn zukintcrlassen. Der Genealog mag daraus die zujener Zeit blühenden großen Geschlechter Frankreichskennen lernen: denn es gab wenig Hauser von al-tem Adel, die nicht ein oder das andere Mitgliedihrer Familie in dem Orden gehabt hatten. Manfand Montmorency's, Hangct's, Longueval's, Raine-val's, du Plcssis, u. s. w.

Hier sind ihre Namen in der Ordnung des ge-gen sie angestellten peinlichen Verhörs:

Jean de Fouley.

Renier de l'Archent.

Renaud de Trembley.

Guy Dauphin, Großprior d. Normandie.

Jean de Nivelle.

Pierre de Tourtaville, dien. Br.

Matthieu de Bose Adhemar.

Jean de Tourtaville.