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»er weitaussehenden Plane, jenes vielversprechendenFeldzug's. Durch dieses Unglück, oder vielmehrdurch diese Lässigkeit war den großem Unternehmun-gen der Kreuzfahrer auf lange Zeit ein Ziel gesetzt.Immer mehr schwand die Hoffnung, das KönigreichJerusalem wieder herzustellen.
Im I. 1228 unternahm Kaiser Friedrich II.seinen dem Papste gelobten Kreuzzug. Die.geistli-chen Ritterorden bildeten bei dem Zuge die Nach-hut. Doch der Papst Gregor IX., welcher mitdem Kaiser in immerwahrendem Streite lag, undihn sogar in den Bann gethan hatte, befahl denbeiden Ritterorden, ihm in Asien nicht zu gehor-chen*). Diese legten ihm daher auf seinem Zugealle nur möglichen Hindernisse entgegen, verriethensogar alle Bewegungen und Kriegspläne dem Sultan.
Als dieser das Schreiben der Templer empfing,rief er voll Entrüstung seinen Vertrauten zu: „Se-het hier der Christen vielgepriesne Treue!" Hier-auf schickte er den Brief sogleich an den Kaiser.
Da Friedrich sah, daß unter solchen Auspicienwenig Gewinn in Palästina zu hoffen sei, ließ ersich zum Könige von Jerusalem krönen und schloßmit dem Feinde einen Vergleich. Seit dieser Zeitnannten sich die deutschen Kaiser in der vollen Ti-tulatur auch Könige von Jerusalem. Friedrich rächtesich nach seiner Heimkehr an den Templern durchEinziehung ihrer Güter in Sicilien und den italie-nischen Erblanden. Der Papst nahm aber dabei,wie immer, den Orden auf das kräftigste in Schutz.
Um diese Zeit, zwischen 1228 —1230 scheintder Orden auch in der Mark Brandenburg sich fest-
9 S. Anmcrk. 19.