hielt, die Stadt einzunehmen, wenn man nichtwüßte, daß die größte Uneinigkeit unter den Für-sten und den anwesenden Großen im Lager herrschte,und zu viel Heere das Ganze verdarben. Richardhaßte Philipp August, und dieser war auf den Rufund die Waffenthaten seines Nebenbuhlers eifersüch-tig. Die Tempelherren waren auf Englands unddie Hospitaliter auf Frankreichs Seite, und gleicherHaß und Neid verfolgte die Orden.
Zu diesen schleichenden Feinden gesellte sich derHunger. Zu Skeletten abgezehrt, stürzten sich vieleChristen verzwcislungsvoll unter die Feinde, um denTod zu suchen. Viele rannten in blinder Angst beieinem Überfalle des Sultans ins Meer. — Groß-meister Walther blieb in rühmlichem Kampfe.
Endlich ging doch die Stadt über. Saladinwollte Bedingungen cingehen, allein die beiden Kö-nige verlangten nicht weniger als 200,000 Gold-Byzantinen. Der Sultan wollte diese überspannteForderung nicht eingehen; da vergaß sich der jäh-zornige Richard so sehr, daß er in der Wuth über3000 Gefangene niedcrhauen ließ.
Robert von Sabloil.
1191 — 1192.
Robert von Sabloil, Sablö, äe 8»bolio, hattedie Flotte König Richards geführt, und zuvor sichim Kampfe der Engländer gegen die Mauren inPortugal ausgezeichnet. Erst vor Akkon ward erTempler und gleich hernach Großmeister. Nun kaufteer dem Könige von England, mit dem er in sehrgutem Vernehmen stand, die Insel Cppern, welche