Zeitlang das Amt des Großkompthurs verwaltethatte. Arnold's erste Zeiten waren nicht glückli-cher, als die letzten seines Vorgängers. Die Fran-ken waren durch wiederholt erlittene Niederlagen er-schöpft und gezwungen, den Weg der Unterhand-lung einzuschlagen.
Saladin trug seine siegreichen Waffen nach Per-sien. Mittlerweile gedieh der Bau der Templer ander Jakobsfurt. Um ihn vor den Einfallen derSarazenen zu schützen, stellte sich der König miteinigen Truppen an der Grenze auf. Über diesenBruch des Waffenstillstandes erzürnt, rückt derpfeilschnelle Saladin vor das ncuerbaute Castell undmacht es dem Erdboden gleich. Die Templer wur-den enthauptet oder in Fesseln weggeführt. Nunverheerte Saladin noch ihre sämmtlichen Besitzun-gen und Vorrathshäuscr, bis sie alles eingingen,was er haben wollte. Inzwischen wurden die Tem-pelherren durch die Freigebigkeit der Abendländer fürihren Verlust im Orient entschädigt*).
Im I. 1181 verloren die Tempelherren dreiihrer mächtigsten Stützen, den Papst Alexander Hl.,den griechischen Kaiser Manuel Komncnus, undLudwig VlI., König von Frankreich. Aus Ludwigfolgte Philipp August, auf Manuel sein Sohn Ale-xis ll., und auf Alexander Lucius lll., der in ei-ner langen Bulle alle Privilegien des Ordens be-stätigte.
Laut einer Urkunde vom I. 1180 versichert Kai-ser Friedrich I. den Orden seines kaiserlichen Schutzes,welches um so merkwürdiger ist, da die deutschenKaiser sich nicht sehr um die Templer bekümmerten,
*) S. Anmerk. 15.