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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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Königs, vermählte, war er von Amalrich sehr ge-achtet und geliebt. Dieser vertraute den Templernein jenseits des Jordans gelegenes Höhlen-Castellzur Vcrtheidigung an. Sei es nun aber, daß dieTürken die Veste mit Übermacht belagerten, oderdaß die Templer durch Hunger genöthigt wurden,genug sie übergaben den Ort, bevor Jerusa-lems König zum Entsatz herbeigeeilt war. ZwölfRitter büßten am Galgen für diese That. Daß dieTempler ruhig blieben, bezeugt, daß der König ge-rechte Strafe übte.

Bald darauf sandte Amalrich, weil der Ordenin Freundschaft mit Ägypten stand, zwei Tempel-herren, Hugo von Caserea und den Kompthur vonJerusalem, Gottfried Fulcher, an den Hof desägyptischen Kaliphen, um mit diesem ein Bündnißzu schließen und eine ansehnliche Geldsumme zu er-halten.

Fest und kühn traten die beiden Ritter durchdie zahlreichen Wachen und in Gold strotzenden Hof-bedienten, in die prachtvollen Vorballen, von einemPrunkgemach in das andere. Jetzt fliegt ein mitPerlen und Gold durchwirktcr Vorhang auf, undmit enthülltem Antlitz, auf goldenem Throne sitzeüd,in prachtvoller Kleidung, mit Perlen und Edelstei-nen übcrsaet, wird die geheiligte Person des Kali-phen sichtbar. Die Unterhandlung beginnt. Dasedle Benehmen der Templer besticht den Orienta-len, und er verspricht nicht nur 400,000 Goldgül-den, wenn der König Amalrich sein Heer ausÄgypten wegführe, sondern ließ sich so weit herab,daß er auf Verlangen Hugo's das Versprechen mitdem Handschlage bekräftigte. Der stolze Ritter war abernicht mit der verhüllten Hand zufrieden, und forderte