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Andreas von Montbarry.
1165 — 1166.
Andreas war der Sohn Bernhard's von Mont-barry und durch seine Mutter Humberga mit demh. Bernhard verwandt.
Daß er ein redlicher und anspruchsloser Mannwar, leuchtet aus dem Umstande hervor, daß er,obwol einer der neun Stifter, erst im Greisesaltcrzu der Würde des Großmeisters gelangte.
Obwol er nur einige Monate dem Orden Vor-stand, so hat er durch seine Thätigkeit, und durchdas Ansehen, welches ihm die Verwandtschaft mitdem Orakel jener Zeit, dem h. Bernhard, im Abend-lande verschaffte, nicht wenig zum Wachsthum desOrdens beigetragen.
Schon konnten seine Besitzungen diesseits undjenseits des Meeres sich mit königlichen Einkünftenmessen*).
Von dem h. Bernhard ist ein Brief an denGroßmeister Andreas bis auf uns gekommen, derebensowol seine Vorliebe für den Tempel-Orden,als seine Gedanken über den von ihm angeregtenKreuzzug offenbart. „Vielleicht sagst Du einst",lautet eine Stelle des Briefs, „mit dem Patriar-chen Jakob: Da ich über den Jordan ging, hatteich nichts als einen Stab, nun besitze ich dreiHeere!" — „Ich lese", schreibt er ferner, „DeineFurcht und Bedenklichkeit wegen des h. Landes;Weh unseren Fürsten! In des Herrn Land rich-teten sie nichts aus, in dem ihrigen, wohin sie ge-
') S. Anmerk. 7.