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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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Er gehet umher wie ein brüllender Löwe, undsuchet, wen er verschlinge."

Genaue Obsorge sür Kranke; Keiner reize denAndern zum Zorn, oder schimpft ihn Vcrräther, Ab-trünniger, Hurensohn, Stinker (Ore koetentem).

Nur dreimal die Woche soll Fleisch genossenwerden, am Sonntag aber zwei Fleischspeisen (ker-eul-») sür die Ritter, Knappen und Geistlichen, fürdie Diener aber nur eine. An Wochentagen zweiSchüsseln Hülsenfrüchte und Gemüse, die Portio-nen jedoch, wie das Weinmaaß reichlich, daß manben Armen davon abgebcn konnte, denen ohnehinder zehnte Theil des Brodes täglich gehörte. DieKollation hängt von der Willkür des Meisters ab,der Wasser geben konnte, aber auch Wein, guunäosubebit nnsei ieorlliter.

Bei wichtigen Bcrathungen werden alle Brüderzum geheimen Convent berufen, sonst ist die Ver-sammlung Aller nicht nothwcndig. Hat sich einTempler schwer vergangen, so wird er aus derBrüder Umgang entfernt, bis der Meister ihn be-straft hat. Die Straft bestand gewöhnlich darin,daß er mit der Geißel oder dem Gürtel drei Hiebeauf den entblößten Rücken erhielt. Ein Ritter, derwiederholt die Gebote überschritt, verlor das Kleidund ward aus dem Orden ausgestoßcn.

Diese Regel erlitt aber in der Folge bedeutendeAbänderungen, und nicht unwahrscheinlich ist es,daß Hugo von Payens bei der Constitution des Or-dens die Form desselben von den Assassinen, ei-ner gehcimnißvollen Gesellschaft von Meuchelmör-dern an der östlichen Grenze Syriens, entnommenhabe. Diese verruchteste Verbindung, die je Men-schen durch Gelübde an einander fesselte, wurde