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schöfe und Äbte denen sie später so furchtbar wur-den, erhoben sich besonders im cilften Jahrhundertdurch Betriebsamkeit und Kunstfleiß zu einem Wohl-stände, der ihnen gestattete, ihre Freiheit zu erkau-fen. Diese Städte blieben bei solchen Vorzügennicht stehen, sondern begannen, wenn Handel undWohlhabenheit sich mehrte, kleine Staaten im gro-ßen Staate zu bilden, und wagten cs sogar, Nie-manden als den Kaiser und das Reich über sichanzuerkenncn.
Privilegien und Freiheitsbriefe wurden erkauft,oder auch wegen gewisser Verdienste von dem Kai-ser ertheilt. Dies ist der Ursprung der freienReichsstädte.
In den Städten gestalteten sich noch engereVerbindungen, gewöhnlich von Handwerkern aus-gehend, zur Gewährleistung gemeinschaftlicher Diensteund Gegendienste, später aber auch über alle Zweigeder Bürgerschaft sich erstreckend. So entstandenInnungen und Zünfte.
Der Zunftgeist — denn Zusammenhalten warin jenen wilden Zeiten allerdings nothwendig —drang selbst in das Wesen des Ritterthums ein,machte bald eine Art Schule, in der die Knap-pen ihre Lehrjahre bestehen, nach solchen als Ge-sellen wandern oder auf Abenteuer ausgehen muß-ten, um das Meisterrecht zu erlangen, d. h. zuRittern geschlagen zu werden.
Der Sohn eines Adelichen, — Prinzen sowolals arme Junker — kam gewöhnlich in seinem 7tenJahre aus der pflegenden Hand der Mutter undaus der väterlichen Burg zu einem Verwandtenoder andern Ritter, um unter der Strenge männ-licher Erziehung den Waffendienst zu lernen. Als
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