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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Buch IV. Fünftes Hauptstück.

Nuhm des Königs ein; er erwiederte, die Gerechtigkeit seiGrundlage des Ruhms, und da sie auf Seite des Kurfür-sten sei, so werde der König viel höhcrn Nuhm erwerbendurch Unterstützung billiger und gemäßigter Ansprüche alsdurch Begünstigung einer nichts weniger als gerechten Sache.Die unparteiische Nachwelt werde richten. Jedenfalls sei offen-bar die Macht eines Königs, der den Krieg mit den größcstcnMachten Europas glorreich geführt habe, der seinigcn zu über-legen; allein welchen Bortheil könne Ludwig davon haben,einen Fürsten zu verderben, den die äusscrste Begierde treibeihm zu dienen und der, unterstützt, noch etwas mehr als denbloßen Willen dazu haben würde. Der König werde in derFolge zuerst es bereuen, ihn unterdrückt zu haben. Es warAlles vergeblich.

Auch jetzt noch wich er nur schrittweise, wollte die Ent-schädigungssumme auf eine Million erhöhet wissen, Damm undGolnow, dann die kleine Insel Gristow bei Camin, endlichWollin, weil er das seiner Gemahlin geschenkt, behalten.Dänemark sollte in den Frieden eingeschlosscn werden. Alleindie Franzosen verwarfen alle diese besonderen Bedingungen undwurden über das Hinziehen der Verhandlungen ungeduldig,weil ihnen das wegen der Erhaltung ihrer Truppen so vielGeld kostete. Noch jetzt erbot sich der Kurfürst, 24,000 Mannan der Weser aufzustcllen, wenn der König von Dänemark16,000 Mann dazustoßen lassen wolle, um den Franzosendie Spitze zu bieten. Der König war wirklich dazu bereitund schlug vor, die Häfen von Wismar und Stralsund zuzerstören, verhandelte aber auch während dem seinen Friedenmit Schweden '). So musste der Kurfürst nachgcben. AlleBemühungen, welche Meinders anwendete, irgend noch etwasvon Bedeutung zu erhalten, waren ohne Erfolg. Der übri-gens gemäßigte Minister Pomponne war den Schweden ge-neigter als Colbert und wollte deshalb den Frieden nicht inNimwegen verhandeln lassen, konnte auch gegen den ausdrück-

1) kukenäorl XVII. H. 85 87. Bgl. Gebhardis Geschichtevon Dänemark S. 2169 und Schönings Leben Johann Adams vonSchöning S. 27Z, daß der König sich unterm 10. Juli zur Stellungvon 10,000 Mann erboten.