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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Buch IV. Viertes Hauptstück.

Viertes Hauptftück.

Vom Abschlüsse des Friedens zu Oliva, im I. 1660,bis zum Kriege gegen Frankreich im I. 1672.

Nachdem der Friede in Oliva im Allgemeinen günstig genug sürden Kurfürsten abgeschlossen worden war, lag diesem sehr daran, dieBestimmungen seiner Vertrage mit Polen, hauptsächlich in Hin-sicht auf die erlangten Souverainetätsrcchte über sein Herzog-thum Preussen baldigst in Ausführung zu bringen und sie, so-weit er es vermöchte, zur Unbeschränktheit auszudehnen. Die-ses letzte Ziel so vieler andern Fürsten war ihm, wie wir be-reits gesehen haben, nur das nächste Mittel zur Erreichung sei-ner höheren Staatszwccke, schien ihm aber dazu so entschiedennothwendig, daß er, um es zu erreichen, jeden irgend möglichenWeg einschlug und weder die verschiedenartigste List verschmähte,noch die Anwendung der Gewalt scheucte. Je beengter er sichbisher durch die große Macht der Stände in Preussen hattefühlen müssen, desto ungeduldiger suchte er die ihm entgegen-stehenden Hemmungen zu beseitigen oder zu sprengen. Eifer-süchtig beobachteten die preussischen Stände jeden Schritt, dener that, und widersetzten sich ihm nach Kräften überall, wo sieihre Freiheit gefährdet glaubten. Da er aber bei seinen äußerstschwierigen Verhältnissen zu dm Polen, die ihm höchlichst groll-ten, nicht sogleich durchgreifend verfahren konnte, so erschöpfteer zuerst alle Mittel der Klugheit, List und Eigenmacht; dann,als die rechte Zeit gekommen war, brauchte er Gewalt.

März Schon als er nach dem königsberger Vertrag mit Schwe-

1656 hx» die Landstände berief, lud er nur eine kleine Anzahl derAbgeordneten ein und verlangte, daß diese mit unbeschränkter