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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Buch IV. Drittes Hauptstück.

Drittes Hauptftück.

Der schwedisch-polnische Krieg v. I. 1655 bis zumFrieden von Oliva 166Ü.

Ä^ittcn unter diesen politischen und bürgerlichen, kriegerischenund friedlichen Beschäftigungen wurde Friedrich Wilhelm inVerhältnisse gedrängt, welche denen nicht unähnlich waren, auswelchen er sich während des dreissigjährigen Kriegs mit sovielem Glück als ungemeiner Gewandtheit gezogen hatte.

Johann Kasimir, der letzte Wasa, war aus dem Kloster1648 seinem Bruder Wladislaus IV. auf dem polnischen Throne ge-folgt. Er hatte zwar insgeheim bei Annahme der Krone seinenAnsprüchen, als Wasa, auf Schweden entsagen müssen, hoffteaber dennoch, entweder seine Rechte wirklich geltend machenoder wenigstens für das öffentliche Aufgeben derselben sehransehnliche Vorthcile von Schweden erhalten zu können; wes-halb er auch, wie man sagt, 400,000 Thaler, welche ihm dieKönigin Christin« insgeheim bieten ließ, stolz mit den Wortenzurückwies: für eine solche Summe sei kein Königreich feil undnicht einmal für die Abtretung Livlands werde er seine Rechteausgeben '). Als nun Christin« den Thron an ihren VetterKarl Gustav von Pfalz-Zweibrücken abzutreten im Begriffewar, so erklärte der unter anderen Vorwänden anwesende pol-nische ausserordentliche Gesandte Canasiles in feierlicher Redevor der Königin, sein Herr habe es zwar dulden können,daß die schwedische Krone an seine nächsten Blutsverwandtengekommen, werde es aber durchaus nicht zugeben, daß sie nunan ein anderes Haus gelange; darauf erwiederte Christinenihr Vetter Karl Gustav werde dem Johann Kasimir mit 30,000Zeugen beweisen, daß er rechtmäßiger König von Schweden

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1) kuksnäors tle reb. gest. I?ri<Ieriri tVINielmi, IV. 36.