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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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404
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404 Buch IV. Sechstes Haupt stück.

auf den Herrn vertrauen und sich nicht verlassen auf Men-schen!" ').

Sechstes Hauptstück.

Vom Frieden zu St. Germain 1679 bis zum Tode desKurfürsten Friedrich Wilhelm 1688.

Ältit bitterem Schmerze betrachtete der Kurfürst seine wahrenddes mehrjährigen Kriegs durch Feinde wie durch Bundesge-nossen vom Rheine bis zur Memel verheerten und zu gleicherZeit durch fast unerschwingliche Steuern zur Erhaltung einerübermäßig großen Truppenzahl ausgesaugtcn und mit schwerenSchulden belasteten Länder, und sah sich zu gleicher Zeit derFrüchte aller seiner Anstrengungen zur Erhebung Deutschlandsgegen Frankreich, wie seiner durch Geschick, Thätigkeit undTapferkeit erfochtenen Siege und mit großem Kraftaufwandegemachten Eroberungen beraubt. Nicht leicht konnten für ei-nen Mann voll so hohen Ehrgeizes Erfahrungen niederschla-gcnder sein, als wie er sie eben gemacht hatte, und es warnicht zu verwundern, daß sie für mehrere Jahre eine völligeVeränderung seines Verhältnisses zu den europäischen Staatenhcrbeiführten. Von allen seinen bisherigen Verbündeten ge-

1) Psalm 118. V. 8. Daß die Kurfürstin und Meindcrs, welchezum Abschlüsse des Friedens sehr viel beitrugen, ansehnliche Geschenke vonFrankreich erhalten haben, gibt Pöllnitz in s. Memoiren zur Lebens-und Regierungsgeschichte der vier letzten Regenten des prcussischen StaatsBerl. 1791. LH. I. S. 151 an und ist ohnehin gar nicht zu bezweifeln,auch konnte der Kurfürst darum wissen und Veranlassung dazu gegebenhaben, weil er angab, er habe die Insel Wollin seiner Gemahlin ge-schenkt. Der österreichische Hof behauptete in seiner kurzen Beantwor-tung der kurbrandcnburgischen nähern Ausführung, im I. 1741; die Kur-fürstin habe ihrem ältesten Sohne Philipp das schwedische Pommern be-stimmt gehabt, und dem wurde von Brandenburg nicht widersprochen.Es ist wahrscheinlich, daß sie von Frankreich auch noch durch ihr eröff-nete Aussichten für ihre Söhne gewonnen wurde.