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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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310
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310 Buch IV. Fünftes Hauptstück.

Wahrend dieser Unterhandlungen war Friedrich Wilhelmnicht unthatig; seine Gesandten eilten nach Schweden, Dä-nemark, Sachsen und Mainz. Besonders Schweden erregteihm lebhafte Besorgnisse, weil ihn das von Pommern aus anjedem Schritte hindern konnte, den er thun wollte. Es wa-ren hier zwei Parteien im Senate, die französische, an derenSpitze der Kanzler Magnus de la Gardie stand, und die öster-reichische; beide waren gegen die Gcneralstaaten, ohne sich dochtiefer einlassen zu wollen, als für französische und wo möglichzugleich österreichische Subsidien parteilos zu bleiben, höchstensdurch Zusammcnziehung einiger Truppen in Deutschland denKurfürsten oder den Herzog Georg Wilhelm von Lüneburg-Zelle von einem Kricgszuge an den Rhein abzuhalten und ge-legentlich die Stadt Bremen zu unterwerfen. So weit hattees der Kurfürst durch seinen Gesandten, Christian v. Brandt,schon gebracht, daß die österreichische Partei versicherte, wennauch der Kurfürst den Gencralstaatcn beistehe, solle er nichtszu fürchten haben. Unglücklicherweise genehmigte der kaiserlicheHof, um das bei übeler Verwaltung immer mangelnde Geldzu sparen, oder zu stolz, es zu geben und so der französischenPartei das Gleichgewicht zu halten, das von seinem Gesand-ten Basserode in Stockholm bereits abgeschlossene Bündnißnicht. Ohnehin hatte Lobkowitz, der damals allmächtig in Wienwar, bereits das kaiserliche Interesse an Frankreich verrathen ').So gelang es der französischen Partei in Stockholm die Ober-s». April Hand zu gewinnen und ein Bündniß mit Frankreich zu schliessen,1672 in dessen geheimen Artikeln Schweden für 600,000 Thaler jähr-licher Subsidien versprach, jeden Reichsfürsten anzugreifen, derim bevorstehenden Kriege den Generalstaaten Beistand leistenwürde, wogegen sich Frankreich verpflichtete, nicht eher Friedenzu schliessen, als Schweden für alle mögliche dadurch entste-hende Verluste schadlos gehalten sein würde. Gleich im Früh-

1) kufenllork XI. H. ZI ff. Bericht im Heatro kluropneo.1. XI. p. 13 ff. Weeg II er p. 272 entschuldigt den Kaiser schwach:wenn der seine Bundesgenossen erkaufe, werde das zur Gewohnheit wer-den. Das war cs für Frankreich schon und die Finanzverwaltung schondamals nicht Österreichs Stärke. Vergl. ?»Ien6ork XI. H. 36.