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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Friedrich Wilhelm für Holland.

Immer drohender näherte sich die Gefahr. Unter demVorwände, dem Kurfürsten von Köln gegen die Stadt Kölnbeizustehen, ließ der König dort französische Regimenter zusam-menziehen und der Stadt zu gleicher Zeit versichern, sic habenichts zu fürchten. Vergeblich protcstirtc Friedrich Wilhelmgegen die Überschreitung des Reichsgebiets. Die Holländersahen das ziemlich sorglos mit an; desto lebhafter rüstete derKurfürst. Das bewog die Franzosen noch einen letzten Ver-such zu machen, ihn wenigstens zu einer Neutralitätserklärungzu bewegen, da sie sich gar nicht vorstellen konnten, daß erdiese verweigern werde, weil seine clcveschen Besitzungen ausser-dem der Verheerung sogleich ausgesetzt waren.

Der Gesandte San-Geran musste das mit offener Dar- Januarlegung der Verhältnisse der europäischen Mächte zu Frankreich 1672Vorschlägen, weil der Krieg gewiß und von friedlicher Beile-gung, für welche der Kurfürst sprach, nicht mehr die Rede sei.

Der König wolle des Reichs Grenzen nach Möglichkeit ver-schonen und ungerichteten Schaden ersetzen, wenn der Kurfürstneutral bliebe und den französischen Truppen gegen baare Be-zahlung dessen, was sie verzehrten, den Durchzug durch seineLänder gestatte, und es sollten ihm dafür alle von den Holländernvorenthaltenen clcveschen Festungen mit Ausnahme der einen oderder andern zurückgegeben werden. Wohin der Krieg führenwerde, könne man jetzt noch nicht bestimmen, allein die Pro-vinzen unter seine Bundesgenossen zu vertheilen, sei dem Kö-nige nie eingefallen. Der Kurfürst wich unter vielerlei schein-bar recht triftigen Vorwänden jeder entscheidenden Erklärungaus, unter fortwährenden Betheuerungen, wie sehr er die Er-haltung des Friedens und der Freundschaft des Königs wünsche.

Höchst unzufrieden verließ der Gesandte Berlin, und nun erst Märzwendete sich Ludwig XIV. aus Besorgniß vor dem Kurfürsten 1672ernstlich an Schweden.

haben, um so wie dann Auersbcrg, sein Nachfolger in der Gunst desKaisers, Spanien von Österreich zu trennen. Sicher gab cs kaum eineschwächere Regierung als die Leopolds des Großen, wie ihn Manche gernnennen wollten. Freilich begünstigte er, was sehr lobcnSwerth ist, dieWissenschaften und Gelehrte lobten ihn.