Friedrich Wilhelm für Holland.
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jahrc sollten 6000 Mann ausser der gewöhnlichen Besatzung»ach Pommern geschickt werden ').
Vergeblich benn'chete sich der Kurfürst Kenntniß von denihm so gefährlichen geheimen Artikeln zu erhalten, blieb aberäußerlich in ganz gutem Vernehmen mit Schweden. Wieder-holte Gesandtschaften konnten weder den König von Däne-mark noch die Kurfürsten von Sachsen und von Mainz bewe-gen ^ sich für die Gcneralstaaten einzulassen. Diese erwach-ten, während der Kurfürst so thätig als entschlossen für ihreErhaltung arbeitete, endlich, als die Gefahr immer näher kamund die Rüstungen Frankreichs, Englands, der Bischöfe vonKöln und Münster immer drohender wurden, aus ihrem Schlum-mer. Sie hatten gar keinen Bundesgenossen, denn von Eng-land und Schweden wurden sie verrathen, ein Bund mit Spa-nien kam nicht zur Vollziehung und konnte ihnen unter dendamaligen Umständen bei dem Verfalle der spanischen Machtnur wenig nützen. Lange hatte der Kurfürst gewartet, ehe sieihn um Hülfe baten, während sie argwöhnisch seine Warnun-gen überhörten. Erst im Anfänge des Jahres, dessen Früh- Januarling ihnen den Untergang bringen sollte, schickten sie nach Ber- 1672lin, boten ein Bündniß und Geld zur Rüstung. Die Her-zoge Georg Wilhelm und Ernst August von Lüneburg wolltender Entschliessung des Kurfürsten folgen. Die Generalstaatenverlangten 16,000 Mann zu den Truppen des frühern Bun-des , wofür sie die Hälfte der Kosten zahlen wollten. So sehrsie nun feilschten und unter anderen Umständen der Kurfürstseine günstige Lage vortheilhafter für sich würde benutzt haben,so überwog doch hier der große Zweck bald alle Nebendinge.
Viel trug dazu bei, daß sein Neffe, der Prinz Wilhelm vonDramen, unterdessen zwar nicht zum Statthalter, aber dochzum Oberbefehlshaber der bewaffneten Macht der Republik zuWasser und zu Lande ernannt worden war. Kurz vor dem 6. MaiAusbruche des Kriegs verpflichtete sich der Kurfürst, binnen 1672zwei Monaten 20,000 Mann marschfertig zur Unterstützung der
1) Vuwvnt VlI. p. I. p. 166. Die geheimen Artikel beipusvnäort XI. H. 35, was Schöll entgangen ist. Dieser Abschnittdes Koch - Schöllschen Werks ist überhaupt sehr mangelhaft gearbeitet.
2) ? ukv» sork XI. tz. 33 ff.
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