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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Buch IV. Viertes Hauptstück.

Kurfürst auch mit vieler Mühe Schweden dafür gewonnen;allein wahrend Frankreich öffentlich für den Pfalzgrafen zuarbeiten vorgab und das diesem und dem Kurfürsten als eingroßes Opfer anrechnete, bcmühete es sich doch insgeheim demCondc durch den König selbst die Krone zu verschaffen. DerPrinz sollte nach Polen kommen, die Armee durch große Geld-summen gewinnen, Frankreich Hülfstruppen zum Kriege gegendie Türken und Tataren schicken, der Prinz diese befehligenund sich so den Weg zum Throne noch bei Lebzeiten des Kö-nigs, der dann abdanken wollte, bahnen. Alles das mit denNamen der Theilnehmer an diesen Umtrieben wurde den Po-len bekannt und erregte allgemeine Erbitterung, die auf demReichstage zum heftigen Ausbruche kam. Der König leugnetedie Sache. Es wurden die Namen der Theilnehmer genannt,welche es selbst nicht in Abrede stellten. Peter Ozga, Unter-kämmerer von Leopol, sagte dem auf dem Throne sitzendenKönige ins Gesicht:Ew. Majestät können solche Kunstgriffeweder bei Gott noch bei Ihrem Gewissen verantworten." DerKönig sprang erzürnt auf, erklärte Niemandem zu Liebe seineKrone abtreten zu wollen, und gebot dem Edelmanne zu schwei-gen. Dieser erwiederte: zu König Stephans Zeiten wären beider freien Wahl auch Worte gewechselt worden, die dem Kö-nige nicht gefallen hätten. Der König rief:schweig, Bube!"worauf der Landbote erwiederte:Ich bin kein Bube, sondernEiner, der Könige und Tyrannen stürzen hilft, und fahre fortzu reden, wie sichs gebührt, ohne daß man mir ins Wortfalle" '). So mussten diese Entwürfe vorläufig aufgegeben20 Mai werden. Bald darauf starb die Königin. Nun schlug zwar1667 Frankreich dem Johann Casimir vor wieder zu heirathen, dochwollte der alte Mann darauf durchaus nicht eingehen ^), be-mühete sich aber fortwährend im Einverständnisse mit Lud-wig XIV. dem Conde die Krone zu verschaffen, währendFriedrich Wilhelm sehr thätig für Pfalz-Neuburg war, ob-wohl ein neues Ereigniß seinen Einfluß sehr schwächte.

1) Xovtiovvski (Aimscteris III. 1-ib. VI. p. 267. l-eiignidiVII. p. 321 f.

2) pukolläors X. Z. 66 wie Xockowski a. a. O. p. 319.