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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Unterhandlungen mit Frankreich. 291

Kaiserlichen den Durchmarsch durch Westfalen zu verweigern.

Der Kurfürst ging nicht darauf ein, weil er nur vermitteln Octoberwolle. Er leugnete auch, daß ihm, wie Millet angab, derVorschlag gemacht worden sei, 20,000 Mann für Spanien zustellen und diese zugleich mit 20,000 Kaiserlichen zu befehli-gen, da er kein so kleiner Fürst sei, um kaiserlicher Generalsein zu wollen. Er könne nicht 20,000 Mann aufstellen, habekaum Truppen genug, um seine Lander gehörig zu besetzen;doch werde er, wenn Spanien nicht auf billige Friedensbedin-gungen eingehe, sich für Frankreich erklären.

Nun kam der neuburgische Gesandte und wendete sichzuerst an den Oberpräsidenten von Schwerin. Er bot diesem

10.000 Thaler für seine Mitwirkung, dem Kurfürsten Geldernund französische Hülfe in Polen, wenn er sich für Frankreicherkläre. Schwerin verwarf das nicht und meinte, man müsseden Kurfürsten darauf vorbereiten, da Spanien mehr biete;der Ehrgeiz und die Fortschritte Frankreichs erregten Besorg-nisse; eine Barriere zwischen Deutschland und Frankreich müssebleiben und dieses seine Entschädigungen entfernt von der deut-schen Grenze nehmen. Als dem Kurfürsten die Anträge Frank-reichs mitgetheilt wurden, rief er überrascht aus: aber Som-nitz ist abgereist! nämlich nach Sachsen, um das gegen Frank-reich zu stimmen; indessen ging er auf die gemachten Vorschlägeein und leugnete irgend eine Verbindung mit Spanien ein-gcgangen zu sein. Nun setzte Millet alle Sprungfedern inBewegung. Er hatte den Auftrag, dem Kurfürsten jährlich Z2, Nov.

100.000 Thaler für dessen Neutralität, dem Oberpräsidenten 1067von Schwerin ein Geschenk von 50,000 Lhalern zu bieten,lediglich damit dieser als treuer Minister und guter Deutscher

für die Erhaltung des Friedens im Reiche arbeite, sparte in-dessen daran noch und vertheilte unter die vornehmsten Staats-beamteten nur mäßige Summen. Der Kurfürst von Sachsenerhielt einen Termin die ihm früher bewilligten Hülfsgeldervoraus, sein Minister von Burkersrode eine Pension'). Da

1) Mißriet II. p. 2SZ u. vorher u. flg. Schwerin erhielt 6000Thaler von Neuburg und 12,000 von Frankreich. Pöllnitz und McinderSerhielten etwas von Neuburg auf ihrer Reise nach Paris, wo sie nochmehr zu erhalten hofften. Somnitz und Lena erhielten Jeder 2000 Lha-

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