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Vertrag mit Pfalz-Neuburg.
graf von Neuburg war, wie schon bemerkt, ein höchst achtba-rer Fürst, nur zu eifrig katholisch und von seinen Geistlichenund Rathen abhängig. Daher jene immer erneuerten Beein-trächtigungen der Evangelischen, ihre Verjagung aus Düssel-dorf, ihre Ausschliessung in allen Städten vom Bürgerrechteund den Innungen. Der Kurfürst, welcher Religionsbedrük-kungen durchaus abgeneigt war und alle seine Untcrthanen ohneUnterschied des Glaubens wesentlich gleichmäßig behandelte ^),glaubte dennoch, er müsse Etwas thun, und verjagte, als alleVorstellungen bei dem Pfalzgrasen vergeblich waren, die Ca-puziner aus Cleve. Nun vertrugen sich zwar beide Theile aufkaiserliche Vermittelung, daß es in den jülich-cleveschen Län- 1665dem rücksichtlich der Religionsübung den Bestimmungen deswestfälischen Friedens gemäß gehalten werden solle, wobei derKurfürst viele Nachgiebigkeit bewies, doch konnten nur Strei-tigkeiten sowohl darüber, als vorzüglich über den Hauptpunct,die Theilung der Länder, immer von neuem ausbrechen. So-wohl dem Kaiser als Frankreich lag daran diese Streitigkei-ten beigelegt zu sehen, diesem, weil es den Kurfürsten zu ge-winnen suchte, wie es den Pfalzgrafen gewonnen, dem es schoninsgeheim (2. April 1659) den Besitz von Jülich, Berg undRavenstein gewährleistet hatte; dem Kaiser aber, weil er Frie-den im Reiche zu begründen suchte, als das sicherste Mittel,den französischen Entwürfen zu begegnen. Die Gesandten desKurfürsten und des Psalzgrafen im Haag, die Barone vonBlaspiel und v. Lerodt traten nun unmittelbar in stlnterhandlun-gen und suchten einen Schlußvertrag zu bewirken, um die solange streitige Erbschastsangelegenheit völlig zu beendigen.
Der Kurfürst hielt sich durch den im I. 1629 abgeschlos-senen Vertrag für sehr benachtheiligt, indem er annahm,der Pfalzgraf habe dabei drei Fünftheile der Erbschaft erhal-ten. Dieser wollte nach Verlauf von fünf und fünfzig Jah-
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8 Ü 08 nullo rsligionis äiscriwine pnr! deinontin nmpleeri, itn ut »olnm»nerorum «susa aliguei» oppriwi terre non poternt — wahre undschöne Worte des ehrlichen Geschichtschreibers.
L) Von Schwarzenberg s. oben Th. I. S. 473.