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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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262 Buch IV. Viertes Hauptstück.

eine unerschwingliche Summe angewachsen war, wofür die Fe-stungen als Pfand zurückbehalten wurden. Das hatte den Kur-fürsten so verdrossen, daß man glaubte, er habe in seinemLande Schmähschriften gegen Johann von Witt drucken undin Holland verbreiten lassen ^). So wurde die früher engeVerbindung beider Staaten immer loser, und der Kurfürst ver-anlasst andere Verbindungen noch eifriger als früher zusuchen.

Frankreich hatte ihn gern gewonnen, doch wollte er sichnicht gegen Österreich einlassen, von dem er am ersten gegenSchweden Beistand erwarten konnte. Der Kurfürst hatte demKaiser auf dessen besonderes Ansuchen alle Hülfe an Geld undMannschaft für den Fall eines Türkenkrieges zugesagt, doch von1664 demselben überhaupt abgerathcn; dann, als dieser (1661) aus-gebrochen war, schickte er unter dem Herzoge August von Hol-stein 2000 Mann nach Ungarn, auch den General Sparr ab,um dem Kaiser mit gutem Rathe bei der Kriegführung zurHand zu sein. Der Reichstag hatte dem Kurfürsten sogar denOberbefehl der Reichstruppen übertragen wollen, was dieserwegen seiner Negierungsgeschäfte ablehnte ^). Der für Öster-reich unglückliche Gang des Krieges machte ihn immer besorg-ter vor einem Einfalle Schwedens, welches er noch für engverbündet mit Frankreich hielt, und veranlasste ihn sich Lud-wig XIV. nun selbst mehr zu nähern, ohne doch den KaiserMärz verletzen zu wollen. Er schickte daher den geheimen Rath von1663 Blumenthal nochmals nach Paris und stellte vor, wie seineVorfahren mit Frankreich, immer Freundschaft gehalten, wieHeinrich IV. den Kurfürsten Johann Sigismund habe im Be-sitze der jülichschen Erbschaft schützen wollen. Er wünsche dieErhaltung des Friedens und der Freiheit Deutschlands, Theil-nahme am Rheinbunde, wenn es der König gern sehe, oderErneuerung des königsberger Bundes (vom 24. Febr. 1656)

1) ä'lüstrsäes lettres 'V. II. p. 137. <1'1ü st ra äs s schreibt

dem Könige am 25. März 1663: 1s tlsis i'avertir ljus lVIr. I'KIecteuräs Lrsliäenbourjr s'sst äsolars ennewi äs IVI,'. äs Witt. Vergl- desKönigs Antwort v. 23. März das. p. 143.

2) kuksnäork IX. tz. 77 sf-