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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Bund mit Frankreich.

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mit demselben. So günstig der König und der Minister Lionnediese Eröffnungen aufnahmen, so fand doch der Abschluß vielSchwierigkeiten. Die Franzosen wollten den Kurfürsten zu-nächst von Österreich trennen, dieser aber seinen Bund mitdem Kaiser nicht aufgeben; dann war der langjährige Streitzwischen Brandenburg und Pfalz-Neuburg wegen der jülich-cleveschen Erbschaft noch nicht beigelegt, und Frankreich hatte(1659) dem Pfalzgrafen seinen Besitz gegen jeden Angriff ge-währleistet; auch vertrauete Frankreich dem alten ehrwürdigenPfalzgrafen mehr als dem Kurfürsten. Hierzu kam noch eineMenge von Nebendingen, selbst das Ceremoniell nicht ausge-nommen, und mehr als einmal war Alles auf dem Punctevöllig abgebrochen zu werden. Erst nachdem Blumenthal noch-mals in Berlin Rücksprache mit dem Kurfürsten genommenund beide Theile einander gegenseitig über den Umfang desBundes und dessen einzelne Bestimmungen besondere Zusiche-rungen gegeben hatten, wurde der schon am 6. Marz 1664entworfene Vertrag am 21. August abgeschlossen. Es war we-^- As-sentlich die Erneuerung des königsberger Bundes, der jedoch ^nicht gegen des Königs oder des Kurfürsten Verbündete aus-gedehnt werden sollte, obgleich diese auf Frankreichs Verlan-gen, gegen den ursprünglichen Willen des Kurfürsten, nichtausdrücklich genannt wurden. Frankreich gewährleistete auch,mit Ausschluß des Artikels, der Elbing betraf, die abgesonder-ten Artikel des Friedens von Oliva, in welche nun auf Zu-lassung des Kurfürsten auch der Pfalzgraf von Neuburg ein-geschlossen wurde. Friedrich Wilhelm versprach auch dem Rhein-bünde zuzutreten, nachdem der König diesen ausdrücklich für einVertheidigungsbündniß erklärt hatte'). Auch mit Kursachsen schloßLudwig XIV. ein Bündniß und kettete den verschwenderischenKurfürsten Johann Georg II. durch eine jährliche Geldsummeganz an sich ^). Als der General-Gouverneur der spanischen

1) kutsiillork IX. Z.56ff. Vgl. dazu die Briefe vom König, vonä'Lstraäes u. I,iuii»s in 8'IÜstrLlle s lettros, l'.II. p. 143 u. 380,u. Nixnst 1. II. p. 20.

2) Ni 8IIet 1'. II. In den geheimen Artikeln versprach der Kur-fürst von Sachsen, auf dem Reichstage immer für den König zu stimmen,und erhielt jährlich 200,000 Thlr.