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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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261
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Der rheinische Bund. Die Generalstaaten. 261

Die Erhaltung des westfalischen Friedens war für Lud-wig AV. nur Vorwand, der eigentliche Zweck vielmehr, demKaiser die Mittel zu nehmen, Spanien, wenn es von Frank-reich angegriffen werden sollte, zu unterstützen. Zu diesemmehrmals wieder von drei zu drei Jahren verlängerten Bundetraten nach und nach die Grafen von Waldeck, Hessen-Darm-stadt und Würtemberg. Frankreich suchte auch den KurfürstenFriedrich Wilhelm zu gewinnen.

Dieser, als naher Verwandter und Vormund des Prin-zen Wilhelm von Dramen, wünschte demselben wie dessen Oheim,der König von England, die früher von dem Hause Dramenbesessenen hohen Staatsämter wieder zu verschaffen, da er da-von auch für seine Interessen mehr Vortheil als von der da-mals herrschenden Partei Johanns von Witt erwartete ').Nun waren ohnehin zwischen Brandenburg und Holland nochso manche streitige Puncte auszugleichen, und die seit dem dreis-sigjährigen Kriege von den Holländern besetzten Festungen im-mer noch in ihrer Hand. Alle Verwendungen für den Prin-zen nahm de Witt ungünstig auf und beobachtete argwöhnischjeden Schritt desselben und der oranischen Partei, zugleich na-türlich Englands und Brandenburgs.

Er war daher um so weniger geneigt dem Kurfürsten diebesetzten Festungen zu überantworten. Deshalb wurde, wenndieser darum anging, dagegen die Bezahlung der vor vielenJahren von seinem Großvater bei der Provinz Holland ge-machten Horfyserischen Anleihe verlangt, welche im Laufe derZeit durch nichtbezahlte Zinsen und allerlei Wechselkünste auf

MI Zweck gibt dieser in s. Oeuvres 1. I. p. 78 offen an: soll veri-table dut ätoit Z'üter ü tu brunvde ^utriekiellue ä'ältemagus, lewo^ell, <te taire uuoulle Diversion ell tuveur «Io Is branctle LspsAlwIe.

1) Ludwig XIV. wollte sich daher anfänglich nicht gern für den Prin-, zen Wilhelm verwenden, weil dieser den Erfolg nicht ihm, sondern demKurfürsten verdanken würde, mit dem der König damals, 1662, gespannti war. Oeuvres <Ie Huis XIV. 1. IV. p. 42 ff. Bergl. des KönigsSchreiben vom 25. Aug. 1661 in cl'LI s truZ ss lettres, lllvmoires etuegoeiutlons etc. 1>o»6res 4743. IO 1'. in 12. 1. I. p. 194, und überdiese oranischen und antioranischen Umtriebe auch die Nemoires <Iu Lome«<!e Oulebe.