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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Souverainetät in Preusse». Kalkstein. 209

seiner Eingabe, obgleich der Vorgang öffentlich gewesen, inAbrede und beredete den Residenten sie nochmals einzurcichen.

I Dennoch wurde sie auch dann nicht verlesen. Sobald der Kur-

! sürst von dieser stechen Beleidigung Nachricht erhielt, beklagte October

er sich zum dritten Male, in einem scharfen Schreiben an den 1670i König, und foderte die Auslieferung Kalksteins als dem Völ-kerrechte und den Vertragen gemäß. Dasselbe musste Brandtvom Könige verlangen und die Erklärung der preussischen Ständeverlegen, daß es ihnen nicht in den Sinn gekommen wäredem Kalkstein solche Aufträge zu geben. Zugleich bezeigten sieihren Abscheu über die verbrecherischen Anschläge desselben.Kalkstein gab dagegen eine andere Schrift aus, welche er überallverbreitete, unter dem Dorgeben, daß hundert Exemplare der-selben in Königsberg gefunden worden wären. Ln dieser warder, angeblich durch die preussischen Stände, als Bevollmäch-tigter bestätigt und gebeten in seinem verdienstlichen Strebensortzufahren. Die jüngste öffentliche Erklärung für den Kur-fürsten sei nach Lage der Umstände gemacht, sie aber würdenihn nicht hülflos lassen. Der König erklärte, er schütze ihnnicht, könne aber Niemand als nach einem Urtclsspruchc ge-fangen setzen lassen, und Prcufsen genössen, während sie in Po-len wären, dieselben Rechte wie Eingeborene. Vergeblichstützte sich Brandt darauf, Kalkstein sei ein Fälscher und Be-trüger, der den König und die Republik durch seine Schmäh-schrift gegen den Kurfürsten täusche. Der König wies dieSache an den Senat, welcher beschloß sie auf dem nächstenReichstage zu untersuchen.

Als Brandt so vergeblich auf Genugthuung für den Kur-fürsten wartete und merkte, daß der König fortsuhr den ebendurch seinen Übertritt zum Katholicismus zugleich von dermächtigen Geistlichkeit begünstigten Kalkstein zu beschützen, ihmauch einen Schutzbricf ausfertigte und seine Angelegenheit zur' Entscheidung einem Gerichtshöfe überweisen wollte, sah er ein,das werde den Ausbruch eines Krieges zur Folge haben, in-dem der Kurfürst im Begriffe war mit 8000 Mann nachPrcusscn aufzubrechen, wo schon sieben Regimenter standen.

Daher beschloß er seines Herrn Befehle auszuführen. Dieserhatte ihm bereits mehrere Reiter mit einem Hauptmanne. Mont-

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