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Buch IV. Viertes Hauptstück.
bei dem unruhigen Zustande Polens sehr gefährlich werdenkonnte, so wurde Kalkstein veranlasst sich von Warschau zudem Oheim des Königs, Demetrius Wisnowiezki, zu begeben.Diesen nahm er bald so für sich ein, daß er den Oberbefehlüber ein Regiment erhalten sollte, was Brandt durch eindring-o liche Vorstellungen und geschickt angewcndete Mittel Hintertriebund es dahin brachte, daß Kalkstein sich auch von dort entfer-nen musste. Mit der Versammlung des Reichstages kehrtedieser jedoch nach Warschau zurück, schien beruhigt, bat Brandtsich bei dem Kurfürsten zu verwenden und versprach, unter-dessen nichts gegen diesen unternehmen zu wollen. WenigeTage darauf übergab er, gleichsam im Namen der preußi-schen Stande, dem Könige und dem Reichstage zwei Schrif-ten, mittels welcher sie, in einer für den Kurfürsten sehr be-leidigenden Sprache, um die Befreiung von dem ihnen aufer-legten Joche baten. Diese Schrift las der Marschall der Land-botcn mit einer äußerst heftigen Rede Kalksteins 'gegen denKurfürsten öffentlich vor. Brandt reichte sogleich dem Könige,welcher sich eben in den Senat begab, eine Vorstellung dage-gen ein, in welcher er darauf antrug, den Kalkstein zu ver-hören, um zu erfahren, woher dieser seine Vollmacht und Be-glaubigung als Gesandter des Herzogthums Preußen habe, undwenn er diese nicht geben könne, darum bat, ihn als Falscherund Verräther dem Kurfürsten zur Bestrafung auszulicfern.Diese Schrift wollte der Reichsrcserendarius, auf Befehl desKönigs, in der Senatssitzung vorlescn, als Kalkstein, auf An-reizung des Unterkanzlers, die Stufen des Thrones hinaufsticg, isie dem Reichsreferendarius neben dem Könige aus der Handriß und die Stufen wieder Hinabstieg, während der Refcrenda-rius rief, der Sccretair solle dem Kalkstein eine Ohrfeige ge-ben, was der jedoch nicht wagte. Kalkstein las die EingabeBrandt's und gab sie dann dem Untcrkanzlcr, der, nachdem ersie ebenfalls gelesen, sagte, diese Sache gehöre nicht vor denReichstag, sondern vor das Gericht, in welchem die Polenaus die Anklage des Kurfürsten und die Vertheidigung Kalk-steins entscheiden würden.
Als Brandt sich über ein so gewaltsames Verfahren beidem Unterkanzlcr beschwerte, stellte dieser die Unterdrückung